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Brandenburg/Havel Das Kiwi hat sich fast alle Träume erfüllt
Lokales Brandenburg/Havel Das Kiwi hat sich fast alle Träume erfüllt
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00:19 29.02.2016
Schulleiterin Barbar Dietrich, Zentrumschefin Jacqueline Damus und Kita-Leiterin Anett Lawerenz (v.l.) mit Wir-Kindern vor dem Gebäude der Grundschule. Quelle: Marion von Imhoff
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Brandenburg/H

Seit 20 Jahren besteht das Kinder- und Familienzentrum Kiwi in Brandenburg. In dieser Zeit hat die vom Kinderförderverein Wir getragene Einrichtung ein fast beispielloses Wachstum erlebt. Angefangen hat der Verein mit der Übernahme der „Kita Stadtverwaltung“, der heutigen Kita Klecks in der Friedrich-Engels-Straße. Am 1. März 1996 übernahm der Verein dann das frühere Kinderwochenheim in der Wilhelmsdorfer Vorstadt und nannte die Kita nach Kinder in der Wilhelmsdorfer Vorstadt „Kiwi“. Das war der Beginn des heutigen Kinder- und Familienzentrums.

2008 eröffnete der Wir-Verein eine private Grundschule

Höhepunkt der Entwicklung war 2011 die Einweihung des Erweiterungsbaus der drei Jahre zuvor gegründeten Wir-Grundschule mit Ganztagsbetrieb. Schon deren Eröffnung nennt Jacqueline Damus „einen Quantensprung“. Die 49-Jährige leitet das Kinder- und Familienzentrum. „Wir sind jetzt komplett“, sagt die Zentrumschefin. Einzig eine Turnhalle und eine Aula stünden noch auf dem Wunschzettel als vierter Bauabschnitt.

Eine weiterführende Schule zu etablieren sei nicht geplant angesichts schwieriger Finanzierungsmöglichkeiten. „Das steht nicht auf unserer Agenda.“ Die Grundschule ist einzügig, eine weiterführende müsse zweizügig sein, um genügend Fachlehrer zu beschäftigen, so Jacqueline Damus. Es sei auch gut, wenn die Kinder mit zwölf Jahren an größere Schulen wechselten.

Der Eingang des Kinder- und Familien-Zentrums. Quelle: Marion von Imhoff

„Wir haben in den 20 Jahren nur Angebote geschaffen, die sich am Bedarf und den Wünschen der Familien orientierten“, sagt Jacqueline Damus. So sei ein halbes Jahr nach der Übernahme der Kita Kiwi am 1. März 1996 ein Hort für Kinder der Krugpark- und der Fontane-Grundschule hinzugekommen.

1999 folgte die Gründung einer Krippe mit zwölf Kindern. Die logische Folge sei schließlich die Eröffnung der Wir-Grundschule gewesen, deren erster Jahrgang bereits 2014 an die Gymnasien und Oberschulen in der Stadt wechselte. Mittlerweile melden sich auf die 18 Plätze der jeweils ersten Klasse dreimal so viele Kinder an, obwohl die Eltern dafür sozialgestaffeltes Schulgeld zahlen müssen.

Das Leitungsteam des Kinder- und Familienzentrums Kiwi: Kita-Leiterin Anett Lawerenz, Kiwi-Zentrums-Chefin Jacqueline Damus und Barbara Dietrich, Direktorin der Wir-Grundschule (von links). Quelle: Marion von Imhoff

1996 arbeiteten in der Kita Kiwi elf Erzieherinnen. Heute beschäftigt das Kinder- und Familienzentrum 40 Mitarbeiter. Nur jeder zehnte davon ist ein Mann. Es sind Erzieherinnen und ein Erzieher, das Pädagogen-Team der Grundschule, eine Sonderpädagogin und eine Lerntherapeutin, Hausmeister, Reinigungskräfte und Mitarbeiter für die Hauswirtschaft.

Mehr als 200 Jungen und Mädchen

215 Jungen und Mädchen zwischen 0 und zwölf Jahren besuchen Krippe, Kindergarten und Grundschule. Hinzu kommen täglich bis zu 30 Familien im Kindercafé Blubberlutsch. Die grün gestrichene Villa mit riesigem Garten – wie die übrigen Kiwi-Häuser an der Wilhelmsdorfer Landstraße gelegen – hat sich längst als Familientreff nicht nur für die Wilhelmsdorfer Vorstadt, sondern für ganz Brandenburg etabliert. Dort sind Angebote, die sich an Kleinstkinder ebenso richten wie an deren Eltern und Grundschulkinder.

Als größte Herausforderung bezeichnet Damus die Gründung der reform-orientierten privaten Grundschule 2008. Rund 300 000 Euro hat der Wir-Verein damals in das zweigeschossige Gebäude investiert.

Am Dienstag, 1. März, ab 14 Uhr feiert das Kinder -und Familienzentrum Kiwi sein Jubiläumsfest. Eingeladen sind alle interessierten Familien, ehemalige Mitarbeiter, Kita-Kinder und Schüler mit ihren Eltern.

Das Kinder- und Familienzentrum Kiwi

Zum Kinder- und Familienzentrum Kiwi zählt ein Kindergarten mit Krippe, eine Grundschule und ein Hort. Hinzu kommt die offene Familienbegegnungsstätte Café Blubberlutsch.

Die Kita Kiwi hat nach Angaben von Zentrumsleiterin Jacqueline Damus ein jährliches Gesamtvolumen von 1,2 Millionen Euro. Eine Million davon sind Zuschüsse der Kommune. Die Schule finanziert sich aus 550 000 Euro jährlich. Davon sind 380 000 Euro öffentliche Zuschüsse.

Von Marion von Imhoff

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