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Brandenburg/Havel Das Müllsünder-Märchen
Lokales Brandenburg/Havel Das Müllsünder-Märchen
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20:59 03.08.2017
In Brandenburg an der Havel wird der Restmüll sogar genau analysiert. Quelle: Archiv/B. Gartenschläger
Brandenburg/H

Potsdam, Cottbus und Brandenburg/H. gehören zu Deutschlands Müllhochburgen, behauptet eine Studie des Preisvergleichsportals billiger.de. Demnach fällt in den drei Brandenburger Städten deutlich mehr Hausmüll pro Kopf an als im Bundesdurchschnitt.

In Potsdam komme jeder Einwohner auf durchschnittlich 266 Kilogramm Hausmüll im Jahr – 35 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Im Ranking ergibt das Platz 22 der Müllsünder. Cottbus (Rang 44) bringe pro Bürger 244 Kilogramm Müll auf die Waage, ein Viertel mehr als Otto Normalmüllproduzent. Und Brandenburg/H. liege mit 16 Prozent über dem Durchschnitt (228 Kilogramm Hausmüll) auf Platz 65 der Müll-Liste.

In der Region fänden sich jedoch auch positive Beispiele: So gehört etwa Potsdam-Mittelmark zu den Hausmüllvermeidern. 168 Kilogramm Unrat pro Einwohner werden hier jährlich eingesammelt, 15 Prozent weniger als der Durchschnitt.

Allerdings hat die Plattform billiger.de nicht verraten, wie sie zu ihren berechneten Werten kommt. Die Stadt Brandenburg rechnet nämlich auf der Basis genauer Zahlen und kommt zu ganz anderen Ergebnissen: „Ausgehend von einer spezifischen Restabfallmenge 2014 von rund 140 Kilogramm je Einwohner und Jahr wird für das Jahr 2025 in der realistischen Prognosevariante ein Aufkommen von etwa 120 Kilogramm je Einwohner und Jahr erwartet, während in der optimistischen Variante der Prognosewert bei etwa 100 Kilogramm liegt“, schreibt Umweltamtschefin Kirstin Ohme im Abfallwirtschaftskonzept der Stadt. Hierbei wird nur der reine Restmüll betrachtet, der in der schwarzen Tonne landet.

Dieser wird auch regelmäßig analysiert, dabei nach weiteren Möglichkeiten zum Verringern der Mengen gesucht – etwa durch besseres Trennen des gesamten Abfalls, einschließlich Papier, Wertstoffe, Biomüll. An Altpapier und Leichtverpackungen kommen jeweils etwa 60 Kilogramm pro Einwohner und Jahr zusammen, bei Bio-Abfällen sind es 130 bis 150 Kilogramm, beim Glas 35 bis 40 Kilogramm sowie bei Elektro- und Elektronikgeräten bis zu 15 Kilogramm pro Jahr.

Von André Wirsing

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