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Brandenburg/Havel Das Umland kauft in Brandenburger Läden ein
Lokales Brandenburg/Havel Das Umland kauft in Brandenburger Läden ein
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02:15 12.03.2017
Die Hauptstraße gehört zu den zentralen Versorgungsbereichen, die in Brandenburg/Havel aber laut IHK-Studie unterrepräsentiert sind. Quelle: Foto: Jürgen Lauterbach
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Brandenburg/H

Der Einzelhandel und seine Struktur in Brandenburg/Havel lassen zwar viele Wünsche offen. Doch nach den Erkenntnissen einer Untersuchung der Industrie – und Handelskammern im Land Brandenburg hat die Havelstadt einen Vorteil gegenüber Potsdam. Dem Einzelhandel in Brandenburg/Havel gelingt es besser als der Landeshauptstadt, die Kaufkraft des Umlandes zu binden.

Die drei Brandenburger Industrie- und Handelskammern, der Handelsverband Berlin-Brandenburg und die Landesregierung haben eine Untersuchung zum Einzelhandel in Auftrag gegeben. Seit dieser Woche sind die Ergebnisse veröffentlicht – auch für den Kammerbezirk Potsdam, der die kreisfreien Städte Potsdam und Brandenburg/Havel sowie sechs Landkreise umfasst, darunter Potsdam-Mittelmark und das Havelland.

Die von der Leipziger Firma Cima Beratung und Management vorgelegte Bestandsanalyse 2016 weist für den Kammerbezirk etwa 7000 Einzelhandelbetriebe aus, etwas mehr als 500 in Brandenburg/Havel. Im Gegensatz zum Wachstum Potsdam ist die Tendenz in Brandenburg/Havel, aber auch in etlichen Landkreisen rückläufig.

Die Studie hat im Kammerbezirk knapp 1,9 Millionen Quadratmeter Verkaufsfläche erfasst und fast 2000 Leerstände erfasst. Diese Leerstände sind weiträumig über den Bezirk verteilt, wiesen in Brandenburg/Havel jedoch eine wahrnehmbare Verdichtungstendenz auf. 223 Leerstände verzeichnet die Stadt, im deutlich größeren Potsdam sind es nur 136.

Hintergrund

Die Einzelhandelsumsätze in Brandenburg/Havel lagen im Jahr 2016 mit 434 Millionen Euro auf dem Niveau von Ostprignitz Ruppin.

Potsdam ist bei den Umsätzen mit 886 Millionen Euro einsamer Spitzenreiter und verzeichnet einen starken Anstieg von 36 Prozent.

Potsdam-Mittelmark ist mit 750 Millionen Euro ebenfalls umsatzstark.

In der landesweiten Studie wurden fast 16 000 Einzelgeschäfte mit deren Verkaufsfläche, Sortimentsstruktur und städtebaulicher Einordnung der Standorte analysiert.

Der Anteil des großflächigen Einzelhandels kennzeichnet den Handel im Land.

Die Entwicklung der Verkaufsflächen ist in Potsdam, Ostprignitz Ruppin und Teltow Fläming positiv, in Brandenburg ist die Tendenz dagegen rückläufig. Die Autoren der Bestandsaufnahme haben für die Stadt 154 500 Quadratmeter Einzelhandelsfläche ermittelt. Dabei verteilt sich je etwa ein knappes Drittel auf Geschäfte mit einer Fläche von 800 bis 4999 Quadratmetern beziehungsweise mehr als 5000 Quadratmetern.

Die Einzelhandelsstruktur ist in Brandenburg/Havel insofern ungünstig, als dort 59 Prozent der Einzelhandelsflächen in städtebaulich nicht integrierten Flächen liegen. Das ist der Spitzenwert im Kammerbezirk. Dagegen liegen nur 15 Prozent in zentralen Versorgungsbereichen, in Potsdam sind das viermal so viel, nämlich 63 Prozent.

Auffällig ist, dass Brandenburg/Havel in der Lebensmittelbranche vergleichsweise viele Discounter (15 Prozent), aber nur wenige Super- und Verbrauchsmärkte (11 Prozent). Brandenburg/Havel hat zwar mit 434 Millionen Euro nur die halbe Kaufkraft von Potsdam (886 Millionen Euro).

Doch während Potsdam Kaufkraft an Berlin verliert, ziehen die Händler in Brandenburg/Havel einen erheblichen Teil der Kundschaft im Einzugsgebiet der Stadt an und binden deren Kaufkraft.

Von Jürgen Lauterbach

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