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Brandenburg/Havel Das Ungeheuer aus dem Jakobsgraben
Lokales Brandenburg/Havel Das Ungeheuer aus dem Jakobsgraben
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11:13 20.07.2013
Stolzer Angler: Dirk Krüger mit seinem Fang. Quelle: Privat
Brandenburg an der Havel

Die Tante hatte also doch Recht. "Ich wollte es nicht glauben, dass im Jakobsgraben so ein großer Räuber steht", sagt Dirk Krüger. Seine Tante habe berichtet, dass auffallend wenig Fische in dem schmalen und flachen Innenstadt-Gewässer zu sehen seien. Auch wären offensichtlich etliche Entenküken verschwunden. "Das deutet auf einen großen Hecht oder Wels hin." Am Montag gegen 20 Uhr wollte es der 43-Jährige wissen. Mit seinem 16-jährigen Sohn Maximilian warf er den Köder aus.

"Zwei Stunden wollten wir sitzen." Für gewöhnlich fühlen sich Welse in dreieinhalb bis vier Metern Tiefe wohl. Der Jakobsgraben habe gut die Hälfte. "Auch deshalb wollte ich an dieser Stelle nicht an einen großen Raubfisch glauben." Kurz nach 22 Uhr ruckte die Angel und bog sich. Etwas richtig Großes hatte dem Köder, einer getöteten und aufgeschnittenen Plötze, nicht widerstehen können.

Gemeinsam zogen die Krügers den sehr großen Fisch an Land. "40 Minuten haben wir dafür gebraucht." Stolze 1,82 Meter maß der Wels, überragt seinen Bezwinger um ein paar Zentimeter. Mit 40 Kilo sei er aber nicht sonderlich schwer gewesen. Hätte er solchen Wels außerhalb der Stadt aus der Havel gezogen, "wäre es nicht so bemerkenswert". Bei Götz etwa wurden schon deutlich größere Welse geangelt. "Aber hier, mitten in der Stadt, in so einem kleinen Gewässer, ist ein Fisch dieser Größe absolut selten."

Krüger weiß, wovon er spricht. Seit seiner Kindheit ist er begeisterter Angler. Ende der 80er-Jahre erlernte er den Beruf des Fischers, sattelte nach der Wende um und dient dem Evangelischen Diakonissenhaus in Lehnin heute im Qualitätsmanagement. Wo zwischen Zentrumsring und Unterhavel Vater und Sohn das Ungeheuer aus dem Jakobsgraben zogen, "bleibt unser Geheimnis". Angler verraten gute Stellen eben nicht. Auf Krügers Teller landete das Tier übrigens nicht. "Über den Wels freuen sich Bekannte." Der 43-Jährige gehört zu jenen Anglern, die keinen Fisch essen.

Von Heiko Hesse

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