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Brandenburg/Havel Der Radweg nach Wollin kommt doch
Lokales Brandenburg/Havel Der Radweg nach Wollin kommt doch
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11:58 22.02.2018
Mitarbeiter der Firma Geodata aus Finsterwalde erheben in Grüningen im Auftrag des Landesbetriebes Straßenwesen Vermessungsdaten. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Wenzlow/Wollin

Es grenzt an ein Wunder. So richtig hatte keiner mehr an einen Radweg zwischen dem Wenzlower Ortsteil Grüningen und Wollin geglaubt. Jetzt kommt es zur Wende in dem seit über 15 Jahren andauernden Tauziehen für eine sichere Verbindung über die Autobahn.

„Mit dem Bau wird voraussichtlich im III. Quartal 2018 begonnen“, teilte überraschend Edgar Gaffry, Vorstand Planung und Bau im Landesbetrieb Straßenwesen der Bürgerinitiative „Gesundes Wenzlow“ (BI) mit. Außerdem wird in dem wenige Tage alten Brief die Erneuerung der Fahrbahn zwischen Wenzlow und Wollin in Aussicht gestellt.

Seit 2004 gewarnt

„Natürlich sind wir über die Nachricht hocherfreut. Mit dem angekündigten Wegebau geht eine langjährige Forderung nach mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger in Erfüllung“, sagte BI-Sprecherin Imgard Schwarz der MAZ.

Wegen der Autobahnanschlussstelle Wollin gehört die L 94 zu den besonders viel befahrenen Landstraßen. Wenzlows Bürgermeister Martin Schäfer hatte schon 2004 öffentlich auf die Gefahren für seine Bürger aufmerksam gemacht.

Denn das benachbarte Wollin südlich der A 2 hat eine wichtige Umlandfunktion mit Arzt, Schule und diversen gewerblichen Dienstleistern. Wer von den Grüningern und Wenzlowern ohne Auto ist, radelt bislang unter dem Einsatz seines Lebens auf die andere Seite der Autobahn.

Auch die Wolliner leiden unter dem Verkehr

Aber auch Wolliner leiden unter dem Verkehr. So wie Aral-Stationsleiterin Birgit Selent. Sie radelt jeden Morgen mit einem mulmigen Gefühl zur Tankstelle. Eine ihrer Mitarbeiterinnen ist zu Fuß am Straßenrand unterwegs.

Im Jahr 2010 organisierte Birgit Selent eine Unterschriftensammlung. Die Resonanz in beiden Dörfern war gewaltig. Über 700 Unterschriften für einen Radweg wurden zusammengetragen.

Bisher bleibt Radfahrern zwischen Wenzlow und Wollin nur die Straße. Quelle: Frank Bürstenbinder

Die Information, wonach es nun endlich mit dem Bau klappen soll, nahm die Aral-Chefin am Mittwoch noch ungläubig zur Kenntnis: „Dass ich das noch erlebe, mag ich kaum glauben.“ Auch bis zur Wolliner Bäckerei von Mario Birth hatte sich die Neuigkeit noch nicht herumgesprochen.

„Ich freue mich für meine Wenzlower Kunden, die mir auch ohne Auto die Treue halten“, sagte Birth. Die Ansage aus dem Landesbetrieb Straßenwesen ist unmissverständlich. Vorstand Gaffry bedankt sich in seinem Schreiben bei der BI für ihr großes Engagement zum Radwegbau.

Kommunale Eigenanteile sichern

Noch gut an das Thema Wenzlow/Wollin kann sich Jörg Vogelsänger (SPD) erinnern. Brandenburgs heutiger Landwirtschaftsminister war schon in seiner Zeit als Chef des Infrastrukturministeriums mit der Radwegforderung im Amt Ziesar befasst.

„Damals hatten wir nur kein Geld. Das ist jetzt anders. Es ist schön, dass sich die Geduld der Wenzlower und Wolliner gelohnt hat“, sagte Vogelsänger der MAZ in dieser Woche am Rande der Jahresversammlung des Kreisbauernverbandes.

Ziesars Amtsdirektor Norbert Bartels ist erleichtert über den angekündigten Radwegbau. Quelle: Frank Bürstenbinder

Erleichtert reagierte auch Ziesars Amtsdirektor Nobert Bartels. „Das ist eine gute Nachricht für unsere Gemeinden. Jetzt werden wir die kommunalen Eigenanteile für die innerörtlichen Abschnitte sichern. Das können auch Fördermittel sein. Die Verwaltung wird alles unterstützen, um eine reibungslose Realisierung zu ermöglichen.“

Bereits Ende 2017 hatte der Landesbetrieb bei einer Beratung in der Amtsverwaltung den Radwegbau als Schwerpunkt 2018 im Amt Ziesar angedeutet.

Von Frank Bürstenbinder

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