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Brandenburg/Havel Das große Putzen auf den Straßen beginnt
Lokales Brandenburg/Havel Das große Putzen auf den Straßen beginnt
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02:49 10.03.2018
Mike Magaschütz vor einem Leitpfostenwaschgerät, das am Unimog angebaut wird. Quelle: Marion von Imhoff
Mittelmark

Die Straßenmeisterei Brandenburg bereitet sich auf die Frühjahrsarbeiten vor und zieht eine erste Bilanz des Winters. „Wir haben mit 670 Tonnen deutlich weniger Salz verbraucht als im Vorjahr“, sagte Mike Magaschütz, Leiter der Straßenmeisterei. Grund dafür waren deutlich weniger Fahrten für den Winterdienst. Auch die Schäden an den Straßen durch Wechsel von Tau- und Frostwetter hielten sich in Grenzen. Das ist Folge auch der Sanierungsarbeiten an „entscheidenden Strecken“ im vorigen Jahr in Weseram, „an denen wir sonst immer viele Schäden hatten“, oder hinter Glienecke Richtung Ziesar. Ob der strenge Frost mit Temperaturen von bis zu Minus 13 Grad vor wenigen Tagen jedoch zu neuen Schlaglöchern führen wird, müsste sich langsam zeigen. „Wir warten noch darauf, es kann sein, dass noch Schäden auftreten, wenn es stark geregnet hat.“

Streckenkontrollen auf Winterschäden wird es nicht geben. Das 15-köpfige Team der Straßenmeisterei ist eh immer auf den Bundes- und Landesstraßen unterwegs, für die es zuständig ist. „Aufmerksame Bürger rufen uns zudem auch an oder melden sich am MAZ-Sorgentelefon, so bekommen wir das mit.“

33 Straßenmeistereien landesweit

Die Straßenmeisterei Brandenburg gehört zum Landesbetrieb für Straßenwesen. Sie ist zuständig für die Landes- und Bundesstraßen im nordwestlichen Teil des Landkreises Potsdam-Mittelmark und in der Stadt Brandenburg.

Weitere Straßenmeistereien haben ihre Standorte unter anderem in Michendorf, Bad Belzig, Luckenwalde, Rathenow, Nauen, Kyritz, Neuruppin und bei Wünsdorf. Insgesamt gibt es landesweit 33 Straßenmeistereien und gibt es zwölf Autobahnmeistereien.

Der Landesbetrieb selbst sitzt in Hoppegarten und beschäftigt 2221 Männer und Frauen. Von ihnen sind 272 für den Winterdienst befristet beschäftigt. Das teilt Behördensprecherin Cornelia Mitschka mit.

Liegen die Temperaturen bei über 10 Grad Celsius können Magaschütz zufolge auch die Markierungsarbeiten auf der Bundesstraße 102 bei Schmerzke beginnen. Sie werden etwa eine Woche dauern und zwischenzeitlich auch zu Verkehrsbeeinträchtigungen führen. So muss der Kreuzungsbereich in Schmerzke auch kurz gesperrt werden, weil einige Markierungen von Hand aufzuzeichnen sind.

Brandenburger Bauhof muss Leitpfosten von Hand putzen

Zu den Frühjahrsarbeiten zählt auch das Reinigen von Leitpfosten. Dafür muss ein Unimog, der derzeit noch für den Winterdienst genutzt wird, im Laufe des März’ mit einem Leitpfostenwaschgerät umgerüstet werden. 450 bis 500 Leitpfosten schafft der dafür eingesetzte Mitarbeiter der Straßenmeisterei mit dem Unimob pro Tag. In den Tank kommt ein eigens auf die Umweltverträglichkeit getestetes Reinigungsmittel mit schwacher Dosierung: „Nicht einmal ein Liter pro 1000 Liter Wasser“, so Magaschütz. Aber auch dafür müssen die Minusgrade schon morgens überwunden sein.

Nur noch mit Nachtsichtgerät gut wahrnehmbar: ein mit Matsch verdreckter Leitpfosten bei Göttin. Ihn zu putzen ist Sache des Bauhofs der Stadt Brandenburg. Quelle: Marion von Imhoff

Für die besonders verschmutzen Leitpfosten vor Göttin ist indes die Stadt Brandenburg zuständig. „Wir wissen um den Zustand der Leitpfosten“, sagt dazu Sprecherin Angelika Jurchen. Da der Bauhof der Stadt jedoch kein solches Spezialgerät hat für Leitpfosten, „werden die manuell geputzt“. Ob die Männer vom Bauhof tatsächlich mit Eimer und Lappen jeden Leitpfosten dafür ablaufen müssen, dazu könne sie nichts sagen.

Zu den Frühjahrsarbeiten der Straßenmeisterei gehören das Müllsammeln an den Landes- und Bundesstraßen und anschließende Mähen der Grünstreifen. Ein Spezialgerät mit Sensoren fährt die Strecken ab, an jedem Leitpfosten klappt der Rasenmäher kurz ein und fährt dann wieder aus.

Straßenmeisterei bessert nun auch die Sommerwege aus

Für die Strecken zwischen Gortz und Barnewitz und Ragösen und Wollin kündigte Magaschütz das Ausbessern der Sommerwege an, sobald der Frost aus dem Boden sei. Diese sind 1,50 Meter bis zwei Meter breite unbefestigte Streifen neben den schmalen Fahrbahnen. „Wir werden uns einen Bagger mieten und die Seitenstreifen begradigen.“

Die Straßenmeisterei steht unter dem Druck des Personalabbaus. Arbeiten derzeit dort 15 Mitarbeiter, waren es vor zehn Jahren noch 23. Der Altersdurchschnitt der Beschäftigten liegt bei rund 46 Jahren. Als positiv bewertet Magaschütz jedoch, dass eine Straßenwärter-Stelle extern ausgeschrieben werde. „Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr noch Verstärkung bekommen.“

Von Marion von Imhoff

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