Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Das ist das intelligente Schloss aus Brandenburg
Lokales Brandenburg/Havel Das ist das intelligente Schloss aus Brandenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:07 18.05.2016
Das automatische Schloss ist fest am Fahrrad verbaut. Quelle: Promo
Anzeige
Brandenburg/H

100.000 Euro in 30 Tagen, so lautet das ambitionierte Ziel von Christian Anuth und Markus Weintraut. Die beiden Jungunternehmer aus Brandenburg an der Havel wollen mit einer Crowdfunding-Kampagne – eine Finanzierungsmethode, bei der man im Internet um finanzielle Unterstützung wirbt – diese Summe einnehmen, um anschließend mit ihrem automatischen Fahrradschloss „I Lock It“ in Produktion gehen zu können. Die Chancen stehen nicht schlecht, immerhin ist ihr Schloss weltweit einzigartig. Nach nur einem Tag hatten die ehemaligen Studenten der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) bereits ein Drittel ihrer Zielsumme erreicht.

Erfinder und Fahrradfans: Christian Anuth und Markus Weintraut. Quelle: Privat

Ihr intelligentes Fahrradschloss verschließt sich von allein, sobald sich der Fahrer mehr als drei Meter von seinem Rad entfernt. Kommt er wieder auf einen Meter heran, öffnet sich „I Lock It“ automatisch wieder. Ein klassischer Schlüssel ist damit überflüssig. Möglich ist das dank moderner Bluetooth-Technologie, die eine Verbindung zwischen Schloss und dem Smartphone des Besitzers oder auch einem Handsender am Schlüsselbund herstellt. Ein integrierter Abstandsprüfer erkennt die Entfernung zwischen den Sensoren und steuert entsprechend den Schließbolzen des fest am Fahrrad verbauten Sicherheitsschlosses.

Eingebauter Diebstahlschutz und manueller Klickcode

Doch die Verschlussvorrichtung kann noch mehr. Sie bietet auch einen eingebauten Diebstahlschutz. „Das Schloss erkennt, wenn das Rad im verschlossenen Zustand angehoben und weggetragen wird“, erklärt der 29-jährige Markus Weintraut. In einem solchen Fall ertöne ein lautes Warnsignal und der Fahrradbesitzer bekomme eine Mitteilung auf seinem Smartphone angezeigt. Der gleiche Warnton ist zu hören, sollte sich einmal eine Speiche im Weg des Schließbolzens befinden und dieser deshalb nicht verriegeln können. Auch in diesem Fall wird zudem eine kurze Nachricht ans Handy geschickt. Gehen Telefon oder Handsender einmal verloren, kann das Schloss immer noch mit einem persönlichen Klickcode manuell entsperrt werden.

Einen Prototypen von „I Lock It“ gibt es bereits, auch die Patentanmeldung läuft. Mit dem am Mittwoch gestarteten Crowdfunding soll nun die Produktion der ersten Serie finanziert werden. Jeder kann sich daran beteiligen und das Vorhaben als Kapitalgeber unterstützen. Die Investition läuft dabei in Form einer Vorbestellung ab. Die Geldgeber können das automatische Fahrradschloss zu einem vergünstigten Preis bestellen und werden später die ersten sein, die es besitzen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Crowdfunding-Kampagne erfolgreich endet. Denn sollten die anvisierten 100 000 Euro nicht erreicht werden, verfallen alle Vorbestellungen und es wird auch kein Geld von den Unterstützern eingezogen.

33 000 Euro in 24 Stunden

Der Start verlief jedoch verheißungsvoll und macht den jungen Unternehmern Hoffnung, dass sie die gewünschte 100 000-Euro-Marke am Ende knacken. Über 33 000 Euro und damit gut ein Drittel dieser Summe haben sie bereits innerhalb der ersten 24 Stunden sammeln können. Nach einer Woche haben sie nun bereits fast die Hälfte, nämlich knapp 48 000 Euro, zusammen. Leicht wird es dennoch nicht. „Wir haben ein sportliches Ziel“, weiß Christian Anuth. „Es wird eine sehr spannende Geschichte.“ Das Crowdfunding läuft noch bis zum Donnerstag, 9. Juni.

Von Norman Giese

Der Wolf breitet sich in Brandenburg immer weiter aus. Jetzt sorgen die Raubtiere auch auf dem Gebiet der Gemeinde Groß Kreutz (Potsdam-Mittelmark) für Unruhe. So wurde in der Nacht zu Dienstag ein neugeborenes Kälbchen auf einer Weide unweit der Jeseriger Kläranlage gerissen.

17.05.2016
Brandenburg/Havel Feuerkatastrophe in Brandenburg an der Havel - Nach dem Großbrand: Fernab der Normalität

Nur langsam sortiert sich das Leben für die von dem schweren Brand betroffenen Altstadtbewohner in Brandenburg an der Havel nur wenige Tage nach dem großen Unglück. Doch eines ist den Menschen, die ihr Hab und Gut verloren haben, gewiss: Die Solidarität ihrer Mitmenschen.

17.05.2016

Ein 14-jähriger Jugendlicher hat am Montag an einer Skaterstrecke in Brandenburg an der Havel einen zwölfjährigen Jungen beraubt. Der mutmaßliche Täter hatte zunächst den abgelegten Rucksack seines Opfers durchwühlt. Als der zwölfjährige Besitzer ihn darauf ansprach, drohte der 14-Jährige diesem mit Schlägen.

17.05.2016
Anzeige