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Das zweite Leben von Django, Tatze und Schali

Wie lebendig begrabene Katzen gerettet wurden Das zweite Leben von Django, Tatze und Schali

Sie spielen, toben, kuscheln - wo  sie doch sterben sollten. Django, Tatze und Schali sind ganz normale Kätzchen geworden. Wie ihre Geschwister Tiger und Bunte. Vor drei Monaten sah das noch ganz anders aus: Damals wurden sie zufällig von einem Dackel auf einem Feld entdeckt. Dort hatte sie ein Tier-Hasser eingegraben.

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In liebevolle Hände abgezugeben: Ingrid Claus mit Django, Tatze und Schali.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Schenkenberg. Die beiden haben schon ein neues Zuhause gefunden. In Potsdam und Brandenburg. Jetzt wartet das Trio auf Katzenfreunde und alles wird gut.

Danach sah es vor drei Monaten nicht aus. Am Rande eines Maisfeldes entlang der Bruchstraße waren die gerade geborenen Kätzchen Anfang Juli bei lebendigem Leib begraben worden. Hätte sie nicht zufällig ein Rauhaardackel gewittert und ausgebuddelt, wäre das Schicksal der Vierbeiner besiegelt gewesen (MAZ berichtete).

Es waren sieben Findelkinder. Zwei starben an den Folgen des Martyriums einen Spatenstich unter der Erde. Fünf kamen durch. Sie wogen nicht mehr als eine Tafel Schokolade. Immer noch in Panik bewegten sie ihre Pfoten, als müssten sie sich freibuddeln. Heute bringt jede Katze rund vier Pfund auf die Waage. Zu verdanken haben die Tiere ihre zweite Geburt der Schenkenberger Katzenpension von Ingrid Claus. Die ganze Familie kämpfte um das Leben der Kätzchen.

Schnell stellte sich heraus, dass sie Erde geschluckt hatten. Die Atemwege waren nicht frei. "Um ihren Kreislauf in Gang zu bringen, haben wir mit den Händen ihr Fell gerubbelt", berichtet die Pensionschefin. Alle Katzen bekamen einen Einlauf, weil der Sand auch ihre Därme verstopft hatte. "Die erste Woche war kritisch, aber dann ging es langsam aufwärts. Fünf haben wir durchbekommen. Darauf sind stolz", erinnert sich Alexandra Claus. Die Tochter der Pensionsbetreiberin päppelte die Findelkinder in ihrem Haus fünf Wochen lang mit Katzenmilch auf. Alle zwei Stunden, auch in der Nacht, bekamen die Kätzchen die Flasche.

Inzwischen fressen Django, Tatze und Schali Futter wie ihre Artgenossen. Sie sind entwurmt und tierärztlich untersucht. Nichts erinnert mehr an das grausige Ereignis, das sie durchmachen mussten. "Jetzt ist die Zeit gekommen, um auch die restlichen Katzen in liebevolle und erfahrene Hände abzugeben", sagt Ingrid Claus. Eigentlich ist ihre Tierpension für Katzen und Kleintiere da, deren Besitzer im Urlaub sind oder wegen Krankheit vorübergehend ausfallen. Doch angesichts dieses Notfalls bot die Schenkenbergerin kurzentschlossen ihre Hilfe an.

Von Frank Bürstenbinder

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