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Brandenburg/Havel Dauerbetrüger in Brandenburg vor Gericht
Lokales Brandenburg/Havel Dauerbetrüger in Brandenburg vor Gericht
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09:31 25.06.2015
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Brandenburg an der Havel

Der Hohe Fläming und die Stadt Brandenburg sind nur zwei Stationen des Rheinländers Dirk E. (41) auf seiner Tour durch deutsche Gerichte. In der Verhandlung des Brandenburger Schöffengerichtes wurde der Maler und Innenausbauer zu einer Strafe von einem Jahr und zwei Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Mehr als weitere 20 Strafverfahren liegen noch vor dem Mann, der seit April 2013 im Gefängnis sitzt und in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg zehn Monate Haft verbüßt.

Vor dem Urteil hatten sich die Prozessbeteiligten verständigt: Dirk E. gesteht den ihm vorgeworfenen Betrug und die beiden Unterschlagungen. Im Gegenzug stellt ihm die Richterin in Absprache mit der Staatsanwältin eine Gesamtstrafe von 14 bis 16 Monaten in Aussicht. Der braun gebrannte, gepflegte Mann auf der Anklagebank beschönigt daraufhin wenig, räumt die Taten ein und äußert Reue.

Machte den Eindruck eines Geschäftsmannes

Im August 2013 hatte er eine Steinmetzfirma im Fläming um 10.000 Euro geprellt. Seiner zweiten Frau zuliebe hatte er eine Grabanlage für deren verstorbenen Mann bestellt und bekommen. Doch die Rechnung beglich der Rheinländer nie. Ähnlich verhielt es sich mit zwei neuen Volkswagen, die er in einem Bad Belziger Autohaus bestellte: einen Passat für 37.000 und einen Golf 7 für 22.000 Euro. Die als Zeugen geladenen Autohändler berichteten, dass Dirk E. unauffällig wie ein normaler Geschäftsmann aufgetreten sei und die Kreditbank grünes Licht für die Ratenzahlung gegeben habe. Doch dieser Geschäftsmann bediente den Kredit nie. Als die Bank ihre Autos zurückforderte, waren die Fahrzeuge verschwunden. Bis heute. Dirk E. sagt, er habe sie im niederrheinischen Heinsberg abgestellt und wisse nicht, was dann geschah.

Vor dem Mann, dessen erste Frau verstarb und der drei Kinder aus zwei Ehen hat, türmen sich Strafverfahren. Seine Schulden liegen nach eigenen Angaben bei 259.000 Euro. Eine Privatinsolvenz kommt nicht in Frage, weil unklar ist, wie welche Schulden zustande kamen. Dirk E. erzählt von 1600 unangenehmen wie ungeöffneten Briefen. Seine Firma arbeitet noch den letzten Auftrag ab, dann geht auch dort das Licht aus.

Von Jürgen Lauterbach

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