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Brandenburg/Havel Deetz kratzt die 1000-Einwohner-Marke
Lokales Brandenburg/Havel Deetz kratzt die 1000-Einwohner-Marke
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19:15 27.07.2016
Deetz liegt nahe der Havel. Quelle: MAZ-Archiv
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Jeserig

„Es war schon ein doofes Gefühl, unter die 8000er Marke zu rutschen“, sagt Reth Kalsow, Bürgermeister der Gemeinde Groß Kreutz mit ihren acht Ortsteilen. Seit diesem Jahr nun ist das Vergangenheit. Die Einwohnerzahl ist wieder auf 8181 gestiegen. Dennoch kommen bittere Worte im Rückblick: „Wir haben eine Generation verloren“, so Kalsow. Die Jugendlichen in der Region hätten in den 2000er Jahren keine Lehrstelle an ihren Heimatorten gefunden. „Jetzt kommen aber nach der Ausbildung viele wieder zurück in ihre Heimatorte. Wenn sie Familien gründen, dann wollen ja viele raus ins Grüne“, sagt Kalsow.

Im Januar 2006 zählten die Groß-Kreutzer Amtsgemeinden 8492 Einwohner. Binnen neun Jahren war die Zahl um 518 Einwohner auf 7974 Männer, Frauen und Kinder gesackt. Der bevölkerungsstärkste Ort Groß Kreutz zählte 2006 genau 1609 Einwohner. 2011 waren es 54 Einwohner weniger.

Für fast alle Orte war 2015 das einwohnerschwächste Jahr. Götz’ Einwohnerzahl ging auf 1240 zurück. 33 Einwohner sind seitdem dort mehr mit Wohnsitz gemeldet. Das ist repräsentativ für alle Orte im Groß Kreutzer Verbund mit Ausnahme von Bochow. Seit vorigem Jahr erleben sie einen Mini-Boom. Grund dafür ist der zunehmende Bau von Einfamilienhäusern, befördert durch Quadratmeterpreise von 30 bis 60 Euro. Kalsow verweist auf die höheren Quadratmeterpreise etwa in Werder.

Den größten Sprung kann Deetz verbuchen: Von 895 Bürgern im Januar vorigen Jahres stieg die Zahl um fast 100 auf 986 Einwohner. Groß Kreutz wuchs von 1565 auf 1621 Einwohner. Jeserig zählt heute 1192 Einwohner. 358 Menschen leben in Krielow. In Schenkenberg sind es 1437. Genau 1583 Männer, Frauen und Kinder waren in Schenkenberg mit seiner Kirschbergsiedlung vor zehn Jahren gemeldet. Bochow ist heute Heimat für 558 Menschen, 49 mehr waren es vor zehn Jahren.

Nach Angaben von Bürgermeister Kalsow liegt die Geburtenrate konstant bei 50 bis 70 Babys im Jahr. In den 70er und 80er Jahren kamen in der Region mehr als 200 Babys jährlich zur Welt. Die sechs Kitas der Gemeinde sind gut ausgelastet, können aber laut Kalsow nachfragenden Familien immer noch kurzfristig Plätze anbieten.

Von Marion von Imhoff

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