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Brandenburg/Havel Ja zur Seebrücke: Demonstration für Rettung von Flüchtlingen in Seenot
Lokales Brandenburg/Havel Ja zur Seebrücke: Demonstration für Rettung von Flüchtlingen in Seenot
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19:11 19.07.2018
Demonstranten auf dem Neustädtischen Markt. Quelle: Foto: R. Böhme
Brandenburg/H

Orange leuchtende Rettungswesten und kleine, gefaltete Boote waren am Donnerstag auf dem Neustädtischen Markt die Symbole des Protests. Ein Bündnis von Akteuren aus der lokalen Flüchtlingshilfe in der Stadt Brandenburg und Aktive der Initiative Sea-Eye, die als zivile Seenotretter auf dem Mittelmeer unterwegs sind, hatten zur Demonstration aufgerufen.

Unter dem Motto „Seebrücke –Schafft sichere Häfen“ sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass die zivilen Seenotretter zurzeit nicht aus den Häfen in verschiedenen südeuropäischen Ländern auslaufen dürfen, um Flüchtlingen zu helfen, die sich von Afrika auf dem Seeweg nach Europa machen.

Demonstration auf dem Neustädtischen Markt zur Rettung von Flüchtlingen. Quelle: Rüdiger Böhme

Die Mitinitiatoren Marlene Fießinger und Andreas Steinert berichteten vor etwa 100 Demonstrationsteilnehmern von eigenen Erfahrungen, die sie als Crew-Mitglieder auf den Booten des Seenotrettungsvereins Sea-Eye gemacht haben. Steinert war im Juni 2017 für einige Wochen auf dem Mittelmeer unterwegs, Fießinger im Juni dieses Jahres.

Besonders Andreas Steinert berichtete von tausenden Geflüchteten, denen dringend geholfen werden müsste. „Allein an einem Tag waren damals 5000 Menschen auf dem Mittelmeer in Seenot und wenn die zivilen Helfer verschiedener NGOs aus ganz Europa nicht da gewesen wären, hätte viele nicht überlebt.“

Vorwürfe gegen europäische Flüchtlingspolitik

Die Vorwürfe bei der Demonstration richteten sich vor allem an die europäische Politik, die die Grenzen immer mehr abschotte und sich aus der Verantwortung für die Seenotrettung immer weiter zurückziehe.

Die Initiative „Seebrücke“, unter deren Dach sich auch die Menschen in Brandenburg versammelten und die deutschlandweit Demonstrationen und Diskussionsrunden organisiert, soll dazu beitragen, das Thema Flüchtlingshilfe auf dem Mittelmeer wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen zu heben. „Die Menschen sollen an das Schicksal der Flüchtlinge erinnert werden und Druck zum helfenden Handeln auf die Politiker ausüben“, so Fießinger.

Von Christine Lummert

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