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Brandenburg/Havel Den Beruf zielgenau wählen
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02:16 28.06.2015
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke kam gestern mit Lehniner Schülern über ihre Berufswahl ins Gespräch. Quelle: C. Nack
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Lehnin

„Bei Berufsorientierung und Praxislernen ist Lehnin für andere Schulen beispielgebend.“ Das sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach seiner Stippvisite am Donnerstag an der von 550 Kindern und Jugendlichen besuchten Grund- und Oberschule „Julius Heinrich Bruns“.

Auf die geplante Umwandlung in eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und Primarstufe angesprochen, räumte er ein, sich nach dem Kreistagsbeschluss damit noch nicht befasst zu haben. „Aber ich gehe davon aus, dass die Chancen relativ gut sind, wenn es in die Region passt.“

Darauf bauen nach dem klaren Kreistagsvotum Schulleiter Dirk Lenius und Kloster Lehnins Bürgermeister Bernd Kreykenbohm (parteilos), dem der Bildungsstaatssekretär im Fall einer Anpassung des Schulentwicklungsplans in Potsdam-Mittelmark bereits im Februar gute Chancen auf Genehmigung einräumte. Kreykenbohm will jetzt nachhaken.

Der Kreistag hatte sich in der vorigen Woche außerdem dafür ausgesprochen, das Gymnasium in Treuenbrietzen und die Brücker Oberschule im Verbund zur Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe umzubauen. Landrat Wolfgang Blasig (SPD), der am Donnerstag in Lehnin war, wies auf neue Konkurrenzen aus Sicht des Oberstufenzentrums Werder und des öffentlichen Schülernahverkehrs hin. Lehnin hatte aufgrund damals nicht erreichter Schülerzahlen 2008 die Abiturstufe verloren. Für Wiedereinführung sprachen sich laut Lenius in einer Umfrage in den Grundschulen Lehnin, Damsdorf und Golzow jetzt bis 90 Prozent der Eltern aus.

Bei Woidkes vierter „Zukunftstour Jugend“, der am Nachmittag auch mit Azubis des Getränkeherstellers Hansa-Heemann ins Gespräch kam, ging es um die Berufsorientierung und -vorbereitung. Zuvor ließ er sich über den Schulcampus führen, in den die Gemeinde Kloster Lehnin seit 2003 mit Hilfe von Fördermitteln rund 6,5 Millionen Euro investiert hat. Dabei wurden die über die „Initiative Oberschule“ (IOS) laufenden Projekte „Arboretum“ und „Zeitreise“ vorgestellt, bei denen man mit einer Potsdamer Künstlerin und einer Michendorfer Gartenbaufirma zusammenarbeitet, um praktische Fertigkeiten der Schüler zu fördern. Das grüne Klassenzimmer ist seit Sommer nutzbar.

WAT-Lehrerin Ines Meyer erklärte die einzelnen Bausteine des Berufsorientierungskonzeptes für die siebten bis zehnten Klassen, die von Kennenlerntagen über individuelle Berufsberatung bis hin zu dreiwöchigen Praktika mit Schwerpunkt Bauberufe, Handwerk und soziale Berufe reichen. Die Lehniner Bildungsstätte ist als Schule mit hervorragender Berufsorientierung anerkannt und hat 50 Kooperationspartner, darunter das Überbetriebliche Zentrum und die Handwerkskammer.

„Die Unternehmen der Region brauchen dringend Fachkräfte nachwuchs“, so der Ministerpräsident vor ausgewählten Schülern, die neben dem Abi das mittelständische Handwerk anpeilen. Den dieses Jahr 18000 Schulabgängern stünden 11.000 betriebliche Ausbildungs- und 14.000 Studienplätze im Land zur Verfügung. Woidke: „Jeder Einzelne kann aus einer großen Vielfalt auswählen und diese Wahlmöglichkeit müssen wir zielgenau hinkriegen.“

Von Claudia Nack

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