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Brandenburg/Havel Den Kopf voller Ideen
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06:00 29.12.2015
Volker Hugo hat seine erste CD herausgebracht. Quelle: ina schidlowski
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Brandenburg/H

Über den Dächern Brandenburgs reicht Volker Hugo einem stolzen Stadtindianer die Hand.

Er lacht. „Ach, ich wollte mal so eine After-Work-Geschichte machen, dafür ist das Foto ursprünglich entstanden“. Nun ziert es das Cover der ersten eigenen CD des Musikers, der zwölf Jahre lang mit „Ulli und die grauen Zellen“ auf unzähligen Bühnen gestanden hat.

„V. Hugo“ heißt die Scheibe, auf der leider nur zwei Titel zu hören sind. Schade, denn sind die beiden Songs abgespielt, möchte man ihm „mehr“ zurufen.

Er selbst würde seine Musik irgendwo zwischen Rythm, Pop und Rock ansiedeln. Es sind englischsprachige Songs, die ins Ohr gehen, die man immer weiter summt, wenn sie längst verklungen sind. Kennt man diese Stimme nicht? Woran erinnert sie nur? Vielleicht ein wenig an Frank Zappa. Manchmal auch an Muddy Waters, dann wieder an David Bowie. Nur die Aussprache des Englischen klingt so ungewöhnlich. Dafür hatte ein kleiner Junge aus der Nachbarschaft mit seinem: „Dit is ja och berlinerisch“, gleich die passende Erklärung, wie Hugo sagt.

Der gebürtige Berliner lebt seit 15 Jahren in der Stadt Brandenburg. Acht Jahre hat er als Orchestermanager der Brandenburger Symphoniker gearbeitet, jetzt ist er für die Veranstaltungsleitung im Brandenburger Theater zuständig.

Schon mit 14 an der Gitarre

„Musik stand bei mir immer im Mittelpunkt“, sagt der 61-Jährige. Schon mit 14 Jahren habe er an den Wochenenden mit der Gitarre auf der Bühne gestanden.

Er hat Musikwissenschaft studiert, in den 1980ern das erste vom Berliner Senat subventionierte Tonstudio gegründet und mit Größen wie Klaus Laage, Nick Cave und Paul Kuhn gearbeitet. Er hat Jingles für Hörfunk, Nachrichten und Wetter produziert, Hymnen zum Beispiel für die Hertha-Kicker geschrieben, war Redakteur und Produzent bei Radio- und Fernsehstationen. Berlin, Luxemburg, London, New York gehören zu seinen Lebensstationen. Deshalb also englische Texte? „Das liegt mir einfach“, sagt er und erklärt den Inhalt hinter den Titeln „My CEO Is A Toxic Boss“ und „World Of Pain“. Auslöser für Letzteren war das Verschwinden von 43 mexikanischen Studenten im September vergangenen Jahres, die wahrscheinlich einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind und deren Verbleib bis heute unklar ist.

„Das regt mich auf“, sagt Volker Hugo, der eine innige Beziehung zu diesem Land hat. So schrieb er Text und Musik, spielte und sang alles in seinem professionell eingerichteten heimischen Tonstudio ein und schickte seine Aufnahme zum Mastering nach New York zu Scott Hull. „Ich suche mir den besten aus“, hat sich der Wahlbrandenburger gesagt und sich deshalb für das Abmischen und Nachbearbeiten der einzelnen Tonspuren an den Mann gewendet, der schon das Mastering für Sting, Herbie Hancock oder Bob Dylan übernommen hat. „Ich will keine Kompromisse mehr eingehen“, erklärt Hugo seine Wahl. Und der Profi aus New York, der auch selbst viele Songs geschrieben hat, konnte noch ein paar Hinweise geben, um das Endergebnis zu dem zu machen, was es nun ist.

Eine professionelle Scheibe mit wohltuendem Sound

Aber warum sind es nur zwei Stücke, wenn dem Musiker doch ständig etwas neues einfällt und er sagt: „Ich habe den Kopf voller Ideen“? Es gehe auf jeden Fall weiter, versichert er, aber er wollte es einfach mal machen und nicht noch lange warten. Er drückt ein paar Knöpfe und zieht einige Regler hoch und dann gibt’s eine Hörprobe des neuesten Werkes. Doch das ist noch geheim.

Die CD „V. Hugo“ ist als MP3 auf den üblichen Online-Plattformen, wie Amazon oder i-Tunes erhältlich sowie im Havanna Store in der Bollmannpassage.

Von Ina Schidlowski

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