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17:19 11.09.2018
Über die Entstehung unseres Landes informierte sich am Dienstag eine chineseische Delegation im Archäologischen Landesmuseum. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Deutschland und China sind kulturell doch ziemlich gleich. Diese kühne These möchten Kulturverwalter aus China jetzt selbst in Deutschland überprüfen. Dazu haben sie sich am Dienstag in die Hände von Franz Schopper begeben. Der Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege hat ihnen am Montag die Dienststelle in Wünsdorf gezeigt, „unter anderem das Archiv mit den Fundplatzdaten und mit den Grabungsberichten sowie das Großlager mit unseren Funden“. Am Nachmittag gab es das Prunkstück zu bestaunen – das Archäologische Landesmuseum im Paulikloster. Thema des Tages war „Wie funktioniert Archäologie und Denkmalschutz in Deutschland am Beispiel Brandenburgs?“

Vermittelt hatte den Besuch das Deutsche archäologische Institut, welches die Auslandsaktivitäten der Bundesrepublik in diesem Ressort koordiniert. Zu Gast waren knapp 30 Generaldirektoren chinesischer Kulturverwaltungen in den Provinzen, vor allem im Osten des Riesenlandes. Darunter auch die Provinz Lu nan, die alte Heimat von Mao Tse Tung.

So wird Denkmalschutz auf Chinesisch geschrieben. Quelle: privat

Sie wollten etwas über die Unterschiede der Kulturen in den verschiedenen Jahrhunderten erfahren, lassen sie über ihren Dolmetscher ausrichten. Wie haben die Menschen gelebt, wie gearbeitet und sich ernährt? Gab es tatsächlich parallele in den verschiedenen Zeitaltern, wie sie selbst vermuten. Ob sie ausreichende Antworten an diesem Tag bekommen haben, war nicht zu erfahren. Dafür waren es wohl zu viele Eindrücke und Erfahrungen an nur einem Tag, mutmaßt Schopper.

Er erzählt, wie schwierig es allein war, den chinesischen Gästen das strenge föderale Prinzip bei der Kulturverwaltung und beim Denkmalschutz zu vermitteln. Hier ist Kultur Ländersache, in China nationale Angelegenheit, die zentral gesteuert wird. „Ich habe versucht, ihnen zu erklären, dass die Denkmalbehörde in Brandenburg genauso viel zu sagen hat wie die in den Niederlanden oder in Belgien“, beschreibt es der Direktor. „Erst als ich den Vergleich gewagt habe, dass die Amerikaner in Texas anders ticken als in Kalifornien, schienen sie es verstanden zu haben.“ Aber als Schopper dann noch sagte, dass das Deutsche archäologische Institut wirklich nur die Auslandsaktivitäten steuert, aber den einzelnen Landesämtern nicht weisungsberechtigt ist, brach das Verständnis wohl wieder etwas ein.

Dennoch seien die ausländischen Gäste sehr wiss- und lernbegierig gewesen. Die klassische Dreiteilung zwischen sehr, mäßig und wenig interessierten Exkursionsteilnehmern habe es hier zwar auch gegeben, doch seien die Aktiven eindeutig in der Mehrzahl gewesen, nur ganz wenige konnten nichts damit anfangen, was ihnen von den Deutschen Experten offeriert worden war.

Von André Wirsing

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