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Brandenburg/Havel Der Betongarten am Packhof kommt weg
Lokales Brandenburg/Havel Der Betongarten am Packhof kommt weg
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09:04 16.03.2018
Noch ist er da, der eher unansehnliche Betongarten auf dem ehemaligen Buga-Gelände auf dem Packhof. Quelle: Ruediger Boehme
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Brandenburg/H

Zur Bundesgartenschau 2015 war es ein Hingucker auf dem Packhof: Ein nur mit Leichtbetonelementen gestalteter Garten – Sonnenbank, Planschbecken, Regenschutz und Springbrunnen sind komplett aus dem vielseitigen Baustoff hergestellt.

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Noch ist er da, der eher unansehliche Betongarten auf dem ehemaligen Buga-Gelände auf dem Packhof.

Die Betonmarketing Nordost – ein Zusammenschluss aller großen Baustoff-Fabrikanten – hat sich das Referenzobjekt von der Firma Alpina mit ihrem Niederlassungsleiter André Landwehr auf den Packhof stellen lassen.

Es wurde über das Exponat diskutiert: Manchen war der Betongarten zu neumodisch, andere fanden ihn toll.

Auch heute wird wieder darüber diskutiert, doch sind sich die meisten einig, er ist nur noch ein Schandfleck – beschmiert und voller Vandalismusschäden. Der Buga-Zweckverband hatte sich im Frühjahr 2016 lange Zeit gelassen mit dem Rückbau des Ausstellungsareals auf dem Packhof.

Die meisten temporären Bauten wurden demontiert, der Betongarten blieb stehen. Angeblich habe das Geld nicht mehr gereicht, um ihn zu demontieren, hieß es hinter vorgehaltener Hand. Auch einige Streifenfundamente blieben im Boden, so lange sie keine Gefahr darstellten.

„Der Betongarten sieht nicht mehr schön aus und stört nur. Wir könnten den Abbau und das Entsorgen sofort beauftragen, das wird zwischen 3000 und 5000 Euro kosten. Aber wir wollten erst die Meinung der Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses dazu hören“, begründete Stadtplanerin Andrea Kutzop am Mittwochabend die Verwaltungsinitiative.

Martina Marx (Bündnisgrüne) ist für den Rückbau, kritisiert aber: „Das hätte der Zweckverband erledigen müssen, jetzt bezahlen wir es als Stadt alleine.“ Axel Brösicke (AfD) erwägt ein Freigeben der Betonelemente für legales Sprayen, findet aber keine Mitstreiter. Die parteilose Birgit Patz (Linksfraktion) würde das Ensemble am liebesten behalten, „weil ich es für ein schönes Element halte“, sie steht allein mit ihrer Meinung.

Am Ende bekommt die Verwaltung das Okay für den Abriss. Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) bestätigt die Kritik von Martina Marx. „Das ist so, wurde aber damals von anderen so entschieden.“ Der Betongarten sei nun aber nicht länger in diesem Zustand vorzeigbar. „Selbst wenn wir die Schmierereien entfernen lassen würden, wir können ihn aber nicht dauerhaft vor Vandalismus schützen.“

Weitgehend verschont davon blieben bislang die fünf Hochbeete mit den so genannten Erhaltungskulturen, beispielsweise mit dem Breitblättrigen Knabenkraut, der Kuckucks-Lichtnelke und vielen weiteren seltenen Wildpflanzenarten – diese hatten Naturschutzbund und Universität Potsdam vor der Gartenschau gemeinsam angelegt.

Der Brandenburger Nabu-Aktivist Andreas Ziemer kümmert sich weiterhin um die seltenen Pflanzen – sie bleiben auch vorerst auf dem Pack, so lange es dort noch keine Bautätigkeit gibt und solange die Holzeinfassungen der eigentlich temporären Hochbeete noch halten.

Weitere Planungsschritte für den Packhof will Scheller frühestens im April vorstellen.

Von André Wirsing

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