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Brandenburg/Havel Der Brandenburger Marienberg im Wandel der Zeit
Lokales Brandenburg/Havel Der Brandenburger Marienberg im Wandel der Zeit
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10:53 13.03.2019
Die Muschelgrotte im Rosengarten an der Südseite des Brandenburger Marienberges gehört zu den prägenden Elementen der Gartenanlage. Auf der Ansichtskarte von 1914 ragt die Bismarckwarte heraus, auf dem Foto vom Februar 2019 ist es die Friedenswarte. Quelle: Heiko Hesse
Brandenburg/H

Hoch und heilig, das ist der Marienberg in Brandenburg an der Havel auf jeden Fall. Gut 69 Meter ragt er über den Meeresspiegel hinaus und hat im Laufe der Jahrhunderte allerlei religiöse Begegnungen erlebt, auch wenn von den meisten nichts Urkundliches bekannt ist.

Stadthistoriker Otto Tschirch (1858-1941) war überzeugt, dass bereits die Semnonen den Berg für ein Heiligtum nutzten, das der Göttin Frigg oder der Göttin Freyja (Frau Harke) gewidmet war.

Der Marienberg hat im Laufe der Zeiten viele Veränderungen erlebt. Geblieben ist die Freude der Menschen, ihn zu erklimmen und schöne Stunden dort oben zu genießen.

Als ab dem 7. Jahrhundert die Slawen die inzwischen ziemlich entvölkerte Region besiedelten, trugen sie wahrscheinlich ihre Religion auf den Berg. Sächsische Quellen aus der Zeit um das Jahr 1000 beschreiben auf dem Marienberg ein Heiligtum zu Ehren des dreiköpfigen Gottes Triglaw.

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Nachdem Markgrafen Albrecht der Bär im Jahre 1157 die Geschicke in der Mark übernahm, wurde das Triglawheiligtum von einer Marienkultstätte abgelöst. Daraus entwickelten die Christen nach 1220 die prachtvolle Marienkirche, ausgestattet mit vier Türmen. Sie war zwischen 1435 und 1539 umgeben von Konventsgebäuden des Prämonstratenser-Chorherrenstiftes „Unserer lieben Frau auf dem Berge“. Es war wohl die einzige Epoche, in welcher die Hügelspitze dauerhaft bewohnt war.

Nach der Reformation verfiel die Kirche und wurde im 18. Jahrhundert. Wo sie einst stand, erhebt sich heute ein riesiger Wasserbehälter, der die Stadt versorgt.

Weitere historische und aktuelle Bilder über Brandenburg an der Havel gibt es hier

Von Heiko Hesse

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