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Der Feinherbe vom Brandenburger Marienberg

Erster Brawag-Wein im Verkauf Der Feinherbe vom Brandenburger Marienberg

Feinherb, so beschreibt Winzer Karl-Heinz Johner den Geschmack des neuen Weißweins vom Brandenburger Marienberg. Der Mann vom Kaiserstuhl muss es wissen, schließlich hat er den Wein ausgearbeitet. Die Flaschen des ersten Brawag-Weins vom Marienberg stehen nun zum Verkauf, teilt Brawag-Sprecherin Heike Beckmann mit.

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Bei Barbara Höhne ist der Brawag-Wein zu bekommen.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Feinherb, so beschreibt Winzer Karl-Heinz Johner den Geschmack des neuen Weißweins vom Marienberg. Der Mann vom Kaiserstuhl muss es wissen, schließlich hat er den Wein ausgearbeitet. Die Flaschen des ersten Brawag-Weins vom Marienberg stehen zum Verkauf, teilt Unternehmenssprecherin Heike Beckmann mit. Einzige Verkaufstelle ist bisher das Foyer des städtischen Wasserunternehmens in der Packhofstraße 31.

Die städtische Brawag ist nicht mehr nur auf Trink- und Abwasser spezialisiert, sondern neuerdings auch auf das „Marienberg-Wasser“. So heißt der Tropfen, der inzwischen in 1300 Flaschen abgefüllt wurde und das Resultat der Brandenburger Traubenernte vom vergangenen September ist.

Die Cuvée Solaris & Johanniter 2015 hat der Winzer Karl-Heinz Johner vom Kaiserstuhl mit besonderen Noten erarbeitet, schreibt Heike Beckmann. Wer Genaueres über die Geschmacksnote wissen will, mag dem Fachmann lauschen: Er hat bei diesem Wein „ Honig und Aprikosenaroma in der Nase“, der Tropfen zeichne sich aus „durch einen sehr langen Abgang mit wiederholendem Maracujageschmack und mit schön ausbalanciertem Süß-Säure-Spiel“.

Das gute Marienberg-Wasser

Das gute Marienberg-Wasser.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Für die MAZ-Leser drückt es der Winzer auch gern etwas volkstümlicher aus. „Der Wein ist lecker geworden, hat meine Erwartungen übertroffen“, sagt Karl-Heinz Johner, der auch schon englischen Wein ausgearbeitet hat.

Nach seinen Worten hat der Weißwein mit einem Alkoholgehalt von 13 Prozent eine herbfeine Note. Er sei eben nicht ganz trocken. Die Gärung stoppte der Winzer in dem Moment, als noch Restzucker vorhanden war, um so das Gefühl der Fülle zu vermitteln.

Das Marienberg Wasser habe zwar nicht ganz so viel Körper wie Weine seiner badischen Heimat, dafür aber eine „schöne Finesse“ – die Rebsorte Solaris bringt die Aprikosen- und Honignote, Johanniter dagegen die Säure. Cuvée bezeichnet Weine, die aus verschiedenen Rebsorten erzeugt werden.

Dem Grundbesitzer Brawag gehören auf dem Marienberg die etwa 3300 Reben, welche die Lebenshilfe Brandenburg gärtnerisch pflegt. Eine Flasche Brandenburger Wein kostet 9,50 Euro. Der Preis ist nach Beckmanns Angaben kostendeckend kalkuliert.

Von Jürgen Lauterbach

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