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Brandenburg/Havel Der Hecht wird nass gemacht
Lokales Brandenburg/Havel Der Hecht wird nass gemacht
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00:19 11.08.2017
Das klatscht – und nicht nur die Straßenbahn wird nass, Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann verfolgt die Taufe in sicherem Abstand. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Es ist bereits der achte modernisierte Tatra-Zug, der an diesem Dienstag wieder in Dienst gestellt wurde, doch war der Akt vor der ersten Fahrt um 12.43 Uhr auf der Linie 6 etwas Besonderes: Die Verkehrsbetriebe beginnen wieder mit dem Taufen ihrer generalüberholten Flottenfahrzeuge – alle bekommen Fischnamen. Und die Nummer 8 war in diesem Falle die Nummer 1: Sie wurde auf den Namen „Hecht“ getauft.

Die zeichnerische Vorlage hierfür wurde von dem Karikaturisten Paul Pribbernow geliefert. Und die Taufe übernahmen die Kinder der Kita „Wellenreiter“ und des Hortes „Havelkids“. Sie haben nämlich diese Straßenbahn mitgestaltet. Die VBBr hatten zu einem stadtweiten Zeichenwettbewerb aufgerufen, sieben Kindereinrichtungen beteiligten sich daran. Und gewonnen haben 19 Havelkids sowie sieben Wellenreiter-Kinder, ihre Zeichnungen prangen allesamt am Fahrzeughimmel der alten neuen Tatra-Bahn, die nach 36 Jahren und knapp 1,6 Millionen Fahrkilometern nun bereits die dritte Überholung hinter sich hat.

Jolina (8) und Leonie (7) haben gemeinsam ein Bild gemalt. „Das haben wir uns selber ausgedacht und zeigt eine Straßenbahn bei Nacht. Und sie sieht vorn und hinten gleich aus“, erzählt die Jüngere. Gut beobachtet. Schließlich nutzt sie das Verkehrsmittel häufig – um zu ihrer Freundin Mia zu fahren oder zum Einkaufen „!und zu dem großen Haus, in dem man mit dem Fahrstuhl hoch und runter fahren kann“.

Millionen Fahrkilometer

Der Triebwagen 178 vom Typ KTNF 6 ist Baujahr 1981 und hat 1,553 Millionen Fahrkilometer bereits absolviert.

Drehgestelle, Bremsen und Achsen bekamen eine Hauptuntersuchung, die Drehgestelle neue Getriebe.

Sitze,Einstiege, Lampen und Haltestangen wurden erneuert, ebenso der Fußboden.

Erstmals gibt es auf dem Rollstuhlplatz auf dem Boden ein großes Signet.

Die Wellenreiter-Kinder sind bei ihren Zeichnungen von Mart Vinnal (19) unterstützt worden. Er kommt aus Estland und absolviert bereits im zehnten Monat sein Europäisches Freiwilligenjahr in der Kindereinrichtung am Trauerberg. „Wir haben an einem Nachmittag zuerst ganz viele Ideen gesammelt und die besten ausgewählt. Am nächsten Tag haben die Kinder das in Zeichnungen umgesetzt.“

„Wir haben alle Zeichnungen von allen Siegerkindern auf den Dachhimmel gebracht, damit es keinen Frust gibt“, sagt VBBr-Prokuristin Petra Hill. Zudem bekommen alle Kinder eine Theaterkarte für eine Vorstellung ihrer Wahl geschenkt. Und auch die anderen teilnehmenden Mädchen und Jungen, die nicht prämiert wurden, bekommen ein Geschenk, verspricht sie.

Zum Akt des Taufens hatte sich die Unternehmensspitze ihre Gedanken gemacht. „Wir können die Kinder ja schlecht eine Sektflasche werfen lassen. Also wurden Luftballons mit Wasser gefüllt und zu Wasserbomben umfunktioniert, die von allen Kindern gegen die frisch geputzte Straßenbahn geworfen werden durften.

Von André Wirsing

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