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Brandenburg/Havel Der Kapiteltag verteilt die Arbeit für die nächsten Jahre
Lokales Brandenburg/Havel Der Kapiteltag verteilt die Arbeit für die nächsten Jahre
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00:32 05.11.2015
Der Dom im Bewusstsein des Landes: Der ehemalige Domstiftsforstmeister Robert Hinz im Gespräch mit Ministerpräsident Dietmar Woidke und seinem Vorgänger Manfred Stolpe (rechts). Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Nach dem Jubiläum ist vor dem Jubiläum: Das gute halbe Jahr der Feierlichkeiten zum 850. Geburtstag des Doms Peter & Paul ist erfolgreich abgeschlossen worden. Domkurator Cord-Georg Hasselmann konnte bereits zum Kapiteltag eine erste Bilanz ziehen: „Wir haben sonst etwa 60.000 Besucher im Jahr, bis Ende September hatten wir bereits 119.000. Wir werden die Gästezahl also mehr als verdoppeln.“ Auf die Vielzahl der Veranstaltungen mit Konzerten, Lesungen, Führungen, Sonderausstellungen und Vorträgen habe es eine durchweg positive Resonanz gegeben. „Unser weitergehendes Ziel war es, den Dom und seine Einrichtungen in den Köpfen über die Stadt hinaus zu verankern. Nun bemerken wir in der Landeshauptstadt, in Berlin und auch in der Landeskirche einen gestiegenen Bewusstseinsgrad.“

Diesen Schwung wollen Hasselmann und sein Domstiftsteam in die Folgejahre mitnehmen, wollen Veranstaltungsreihen wie die „Brandenburger Kirchenkatze“ fortführen, die „Teamer“ des Domgymnasiums zu festen Helfern und Mitorganisatoren bei allen Veranstaltungen weiterentwickeln und auch weiter Sonderführungen anbieten.

Nach dem ganz großen folgen in den kommenden Jahren viele kleinere Jubiläen: Im kommenden Jahr sollen 70 Jahre der Verabschiedung einer neuen Domsatzung gefeiert werden – der Akt vom April 1946 entsprach faktisch einer Neugründung. Zu feiern sind zehn Jahre Domgymnasium und 300 Jahre Burghof 5. Hasselmann bezeichnet das erste große Barockgebäude der Stadt als „schönsten Bau auf dem Burghof“. Er stammt von Philipp Gerlach, dem Schöpfer der Potsdamer Garnisonkirche. 2019 stehen 700 Jahre Domforst Seelensdorf, erst vor wenigen Wochen hat Domarchivar Uwe Czubatynski entsprechende Unterlagen gefunden. Nicht zuletzt wird die Wagner-Orgel im Jahr 2023 genau 300 Jahre alt.

Neben dem ganzen Feiern gibt es auch noch genügend Arbeit am Dom. Zwar sind in den vergangenen 20 Jahren rund 50 Millionen Euro in die Wiege der Mark geflossen, doch abgeschlossen ist das Sanieren und Restaurieren noch nicht. Das Sommerrefektorium in der Nordklausur wird zur Tagungsstätte für 70 Personen hergerichtet. Saniert wird der Burghof 5 im Erdgeschoss. Mit dem im Obergeschoss ansässigen Amt für kirchliche Dienste – zentrale Fortbildungsstätte für beruflich wie ehrenamtlich Mitarbeitende in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg - konnte das Domstift nun einen sehr langfristigen Mietvertrag aushandeln, so dass die Perspektive des Hauses gesichert ist.

Im Museum wird eine Ausstellung zum 700. Geburtstag von Karl IV. Vorbereitet, Domkantor Marcell Fladerer-Armbrecht studiert das Requiem von Giuseppe Verdi ein.

Beschlossen hat der Kapiteltag auch das Einsetzen einer kleinen Arbeitsgruppe, die evaluieren soll, wie es mit dem seit Jahresbeginn erhobenen Eintritt in den Dom ab dem kommenden Jahr weitergehen soll: Fortführen, verzichten, reduzieren, auf freiwillige Basis stellen - alle Ergebnisse sind laut Hasselmann möglich.

Von André Wirsing

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