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Der Lügenbaron muss bis Februar warten

Brandenburg an der Havel Der Lügenbaron muss bis Februar warten

„Ist Münchhausen schon auf der Zielgeraden?“, fragt Heinz Lukas (82), Bürger aus Brandenburg an der Havel, der sich mit Manfred Gruschke und dem Freundeskreis Stadtmuseum dafür stark macht, dass die lädierte Bronzeskulptur wieder aufgestellt wird. Die Antwort lautet: Nein. Die Skulptur ist noch weit von ihrem neuen Bestimmungsort entfernt.

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Vor 50 Jahren entstand die Münchhausen-Bronzeskulptur, deren abgebrochene Spitze gerade repariert wird.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. „Ist Münchhausen schon auf der Zielgeraden?“, fragt Heinz Lukas (82), Bürger aus der Walzwerksiedlung, der sich mit Manfred Gruschke und dem Freundeskreis Stadtmuseum dafür stark macht, dass die lädierte Bronzeskulptur wieder aufgestellt wird.

Die Antwort auf die Frage lautet leider: Baron Münchhausen ist noch längst nicht am Ziel, also dem geplanten Standort im Bürgerpark neben dem Spielplatz, wo er seit Ende Oktober eigentlich stehen sollte.

Der Beigeordnete Wolfgang Erlebach (Linke) erklärt die abermalige Verzögerung damit, dass die Sanierung der Skulptur in der Fachwerkstatt aufwendiger sein als gedacht. Das Kunstwerk des Bildhauers Dieter Rohdes aus dem Jahr 1967 zeigt die Entenjagd-Geschichte des Lügenbarons „Enten an der Schnur“. Unbekannte hatten die Spitze der Bronze abgebrochen.

Die beauftragte Bildgießerei kann laut Erlebach nicht gewährleisten, dass die Reparatur mit einer Schweißnaht so stabil sein wird, dass die Spitze nicht erneut abgebrochen werden kann. Daher soll nun eine Astgabel-Stütze angebaut werden, was mit zusätzlicher Arbeit und mehr Zeitaufwand verbunden ist.

Der Beigeordnete vermutet, dass die Skulptur, die jahrelang fast unbemerkt vor der Gertrud-Piter-Kindertagesstätte stand, nicht vor Februar 2018 fertig sein wird. Ob sie dann aufgestellt werden kann, hänge von der Witterung ab.

Die Stadtverwaltung wird sich auf jeden Fall darum, dass die Fördermittelbindung zum Jahresende nicht einfach ausläuft und das ganze Projekt gefährdet. Denn der größte Teil der Reparatur wird aus Fördermitteln bestritten.

Heinz Lukas und Manfred Gruschke hatten sich für die Kofinanzierung um Spenden bemüht und 500 Euro für den Lügenbaron aufgetrieben.

Von Jürgen Lauterbach

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