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Der Pilgerweg Bernhardspfad ist eröffnet

Pilgern rund um Lehnin ist kein Spaziergang Der Pilgerweg Bernhardspfad ist eröffnet

Der neu geschaffene Bernhardspfad ist ein Pilgerweg und Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde, des Tourismusverbandes und der Kirche. Am Wochenende eröffneten Pilger und Pfarrer den Weg gemeinsam mit ersten Wanderungen rund um Lehnin. Einige Teilnehmer waren durchaus längere Strecken gewöhnt.

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Die Nahmitzer Dorfkirche ist eine Station auf dem Pilgerweg. Die ersten Wanderer des Bernhardspfades nutzen sie für eine Pause.

Quelle: Fotos: Christine Lummert

Kloster Lehnin. Das rote „ B“ auf schwarzem Grund weist seit dem Wochenende im Wanderwegenetz der Gemeinde Kloster Lehnin eine besondere Strecke aus. Mit dem Buchstaben wird der neu eingerichtete Bernhardspfad ausgeschildert, der als Pilgerrundweg insgesamt 35 Kilometer umfasst. Im Mittelpunkt steht das Klostergelände in Lehnin, an dem sich die Nord- und Südroute des Bernhardspfades kreuzen.

Pfarrerin Andrea Richter an einem Wegweiser mit dem Hinweisschild auf den Bernhardspfad

Pfarrerin Andrea Richter an einem Wegweiser mit dem Hinweisschild auf den Bernhardspfad.

Quelle: Christine Lummert

Ob der neue Weg nun wirklich als spiritueller Pilgerpfad oder nur als schöner Wanderweg genutzt wird, bleibt den Menschen überlassen, die darauf unterwegs sind. Es wird sich zeigen, welche Erfahrungen sie auf der Strecke machen. Realisiert wurde der neue Pilgerpfad in Zusammenarbeit der Landeskirche, des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin und der Lehniner Kirchengemeinde sowie der Gemeinde und des Tourismusvereins von Kloster Lehnin. Es ist ein allumfassendes touristisches und spirituelles Gemeinschaftsprojekt.

Pilger auf dem neuen Bernhardspfad rund um Lehnin

Pilger auf dem neuen Bernhardspfad rund um Lehnin.

Quelle: Christine Lummert

Am Wochenende stand bei der sogenannten Erstbegehung das Pilgern im Mittelpunkt. Am Sonnabendvormittag versammelten sich etwa 130 Menschen zu einer Andacht in der Lehniner Klosterkirche, die von Pfarrerin Andrea Richter, der Beauftragten für Spiritualität der Landeskirche Berlin, Brandenburg und Schlesische Oberlausitz, geleitet wurde. Texte und Lieder gaben den ersten Anstoß zur inneren Ausrichtung für den Weg.

Die Gesamtstrecke umfasst 35 Kilometer

Die Strecke von 35 Kilometern wurde nicht insgesamt begangen. Die Wanderer konnten zwischen zwei verschiedenen Routen wählen, die jeweils von einem touristischen und einem spirituellen Begleiter mitgewandert wurden. Die Südroute umfasste 14 Kilometer von Lehnin nach Rädel und Emstal wieder zurück zum Ausgangspunkt und wurde von Jürgen Back vom Lehniner Tourismusverein und der Lehniner Pfarrerin Almuth Wisch angeführt.

Wanderführer Lutz Manzke und Pfarrerin Andrea Richter begleiteten die 36-köpfige Gruppe auf dem nördlichen Rundkurs, der vom Klostergelände über Nahmitz, Netzen, Trechwitz und Damsdorf und zurück nach Lehnin über 21 Kilometer Wegstrecke führte. Etwa 40 Menschen mit Behinderungen, die extra aus diakonischen Einrichtungen in Teltow angereist sind, waren auf einem kürzeren Rundweg von etwa zehn Kilometern rund um den Gohlitzsee unterwegs.

Erfahrene Wanderer aus Fichtenwalde sind dabei

Gerd Saalfrank war extra aus Fichtenwalde zum Anpilgern gekommen. „Meine Frau und ich sind gerne auf ausgedehnten Wanderungen unterwegs und haben vor einigen Jahren schon die Strecke von unserem Heimatort bis an den Bodensee zu Fuß zurückgelegt“, erklärte Saalfrank, der nach einigen Monaten Pause wieder in den richtigen Wanderrhythmus finden wollte.

Viele machten sich auf der Strecke mit ihren Mitpilgern bekannt, führten Gespräche über das Leben und ihre Pilger- und Wandererfahrungen auf anderen Strecken oder hatten einen wachen Blick auf die Natur am Wegesrand. Die einzelnen Dorfkirchen am Weg waren immer Einkehrpunkte, an denen kurz die Geschichte der Dörfer mit ihren jeweiligen Kirchen vorgestellt wurde und in denen ein Psalm gelesen und ein Lied gesungen wurde, die alle in dem Pilgerheft standen, das jeder am Startpunkt bekam.

Suppe und Getränke aus Stärkung nach der besinnlichen Wanderung

Bei der Rückkehr in Lehnin warteten auf alle Pilger eine kräftige Suppe und kalte Getränke.

Mit dem Pilgerheft in der Hand, das auf dem Klostergelände erhältlich ist, kann sich ab jetzt jeder selbständig auf den Weg machen und seine eigenen Erfahrungen auf dem Bernhardspfad machen.

Von Christine Lummert

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