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Der Recyclingpark soll kleiner werden

Umweltgenehmigung beantragt Der Recyclingpark soll kleiner werden

Der Recyclingpark in Brandenburg an der Havel muss sich eigenen Angaben zufolge neu organisieren und sich dies genehmigen lassen. Denn die mit ihr eng zusammen arbeitende relativ junge Firma Remine benötigt für ihre Metall- und Kunststoffaufbereitungsanlage künftig den allergrößten Teil der Industriehalle auf dem SWB-Gelände.

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Sebastian Höhne und Holger Ulbricht wechseln mit dem Recyclingpark in einen kleineren Teil der Industriehalle. Für den Ortswechsel hat der Recyclingpark die Genehmigung beantragt

Quelle: Jacqueline Steiner

Brandenburg an der Havel. Der stadteigene Recyclingpark und das dort tätige Abfallunternehmen Mebra muss sich eigenen Angaben zufolge neu organisieren. Denn die mit ihr eng zusammen arbeitende relativ junge Firma Remine benötigt für ihre umfangreiche Metall- und Kunststoffaufbereitungsanlage künftig den allergrößten Teil der Industriehalle auf dem SWB-Gelände. Die Mebra reduziert daher den eigenen Platzbedarf und wird nur noch einen kleinen Teil der Halle beanspruchen, der neben dem Wertstoffhof liegt. Im kommenden März soll der Umzug vollzogen werden.

Die Mebra-Geschäftsführer René Liese und Holger Ulbricht erläuterten den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses unlängst die Veränderungen, für die sie die Genehmigung der Landesumweltbehörde (LUGV) beantragt haben. Das Vorhaben des städtischen Recyclingparks trägt den Titel „Errichtung und Betrieb einer Anlage zur Behandlung von nicht gefährlichen Abfällen und der zeitweise Lagerung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen am Standort August-Sonntag-Straße 3“.

Nur noch im kleinen Teil der Halle

Auch wenn sich nach Angaben der Geschäftsführer kaum etwas an der Tätigkeit im Recyclingpark ändern wird, so benötigt das Unternehmen doch eine neue immissionschutzrechtliche Genehmigung für den künftigen Betrieb. Ausschlaggebend dafür sei, dass die Aktivität der Recyclingpark GmbH nun an anderer Stelle in der Halle stattfinde – nämlich mit Rücksicht auf das Remine-Vorhaben nur noch im kleinen Teil.

Gefährlicher Nagellackentferner

Die beantragte Lagermenge für nicht gefährliche Abfälle liegt bei 6000 Tonnen. Die beantragte Lagermenge für gefährliche Abfälle liegt bei 30 bis 50 Tonnen. Mehr wird laut Mebra-Geschäfsführung nie an einem Tag gelagert sein.

Gefährliche Abfälle können zum Beispiel sein: Spraydosen, Reinigungsmittel, Pflanzenschutz- und Spritzmittel, Farb- und Lackabfälle, Energiesparlampen, Autobatterien, Nagellackentferner, Feuerlöscher, Waschbenzin, WC Reiniger, Frostschutzmittel und Quecksilberthermometer, zusätzlich mit Holzschutzmitteln behandelte Bahnschwellen, Leitungsmasten und alte Fensterrahmen.

Der Hausmüll und Biomüll lagert in einem geschützten Bereich mit Luftabsaugung, Luftschleuse, Wasserbedüsung und Biofilter zur Verminderungen von Gerüchen und Staub.

Die Mebra will wie bisher folgende Technik in der Halle nutzen: eine mobile Siebanlage, einen Holzschredder, Radlader, Bagger und Walzenbrecher.

Weil das Immissionsschutzgesetz Mitte des Jahres im Hinblick auf bestimmte Mengengrenzen schärfer gefasst wurde, müsse die Öffentlichkeit beteiligt werden. Wie bei dem deutlich größeren Remine-Antrag dürfen Bürger also Einsicht in die Antragsunterlagen nehmen und sich selbst ei Bild davon machen, was von März 2016 an in ihrer Nachbarschaft geschehen soll.

Bis zum 15. Oktober liegen die Unterlagen des Recyclingsparks, über die die Landesumweltbehörde zu entscheiden hat, öffentlich aus. Der nächstgelegen Ort ist die Stadtverwaltung Brandenburg, Klosterstraße 14, Gebäudeteil F, Zimmer 307.

55.000 Tonnen im Jahr

Die technische überholte Kugelmühle des Recyclingparks ist inzwischen abgebaut und verschrottet. Für sie genehmigt waren laut Liese 140.000 Tonnen im Jahr. Nach Angaben der Genehmigungsbehörde hat der Recyclingpark beantragt, dass er eine Kapazität von 55.000 Tonnen im Jahr behandeln darf, 226 Tonnen pro Tag. Gearbeitet werden soll im Zweischichtbetrieb, montags bis freitags von 6 bis 22 Uhr und samstags von 7 bis 16 Uhr.

Der Recyclingpark will in den kommenden Jahren junge Leute ausbilden, um den Arbeitskräftebedarf abzusichern, wenn in drei bis fünf Jahren 20 bis 25 Mitarbeiter ausscheiden..

Von Jürgen Lauterbach

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