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Der grüne Pfeil ist verschwunden

Kreuzung Wilhelmsdorfer/Ecke Göttiner Der grüne Pfeil ist verschwunden

Dieser Tage wurde der grüne Pfeil an der Kreuzung abmontiert, wo in Brandenburg die Wilhelmsdorfer Straße, Wilhelmsdorfer Landstraße und Göttiner aufeinandertreffen. Allerdings haben es einige Autofahrer offenbar noch nicht gemerkt. Denn auch ohne Pfeil, wird aus Richtung Göttin bei Rot weiter nach rechts abgebogen. Das dürfte die Macht der Gewohnheit sein.

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Die Einmündung ohne grünen Pfeil.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Na sowas, der grüne Pfeil ist weg?! Dieser Tage wurde das Zusatzschild vom Bauhof an der Kreuzung abmontiert, wo Wilhelmsdorfer Straße, Wilhelmsdorfer Landstraße und Göttiner aufeinandertreffen. Allerdings haben es einige Autofahrer offenbar noch nicht gemerkt. Denn auch ohne Pfeil, wird aus Richtung Göttin bei Rot weiter nach rechts abgebogen. Das dürfte die Macht der Gewohnheit sein, denn bisher war das Abbiegen trotz roter Ampel erlaubt, wenn man sich zuvor an der Haltelinie versichert hatte, dass kein anderer Verkehrsteilnehmer behindert wird. Jahrelang ging das so. Der Verkehr rollte. Im Volksmund wurde sie Deschner-Ampel genannt – in Anspielung auf den bei der Einführung des grünen Pfeils in Göttin wohnenden damaligen Beigeordneten.

Als ob es die städtische Straßenverkehrsbehörde geahnt hätte, schickte sie eine Pressemitteilung raus. Darin bittet sie „um Beachtung der neuen Verkehrsorganisation“. In den vergangenen drei Jahren sei das Unfallgeschehen an dieser Einmündung „stark angestiegen“, wobei es „häufig“ zu Unfällen mit querenden Radfahrern und Fußgängern gekommen sei. Als „unfallbegünstigend“ wird der „Grünpfeil“ angesehen. Daher sei in Abstimmung mit der Polizei veranlasst worden, ihn „unverzüglich abzuordnen“.

Zahlen wurden nicht genannt, daher hakte die MAZ nach. Demnach hat es von 2013 bis 2015 elf Unfälle gegeben, davon neun mit Personenschaden. Allein sechs mit zwei Schwerverletzten im vergangenen Jahr. Von der Verkehrsunfallkommission wurde diese Einmündung am 2. Dezember 2015 als „Unfallhäufungsstelle“ eingestuft. Überwiegend sind die Karambolagen laut Polizei darauf zurückzuführen, dass Autofahrer beim Rechtsabbiegen querende Radfahrer und Fußgänger nicht beachteten. „Aber auch ohne Grünpfeil und ohne Änderung der Schaltzeiten, kann nach Prüfung davon ausgegangen werden, dass eine leistungsfähige Abwicklung des Verkehrs an dieser Lichtsignalanlage möglich ist“, ließ die Verkehrsbehörde verlauten.

Mit dem grünen Pfeil verschwindet die einzige ostdeutsche Errungenschaft, die sich in der StVO bundesweit durchgesetzt hat. Zumindest an dieser Kreuzung.

Von Claudia Nack

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