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Der letzte Ratschlag als Oberbürgermeisterin

Brandenburg an der Havel Der letzte Ratschlag als Oberbürgermeisterin

Ihren letzten öffentlichen Ratschlag als Oberbürgermeisterin erteilte Dietlind Tiemann (CDU) am Donnerstagvormittag den Kindern. „Gemüse und Obst sind gut, es ist wichtig, dass man beides isst, auch wenn es am Anfang mal nicht so gut schmeckt“, sagte die Frau, die am Ende des Tages von der Kommunal- in die Bundespolitik wechselt.

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Umgeben von Kindern und Kohlköpfen nimmt Dietlind Tiemann Abschied von ihrem Oberbürgermeisteramt.

Quelle: Foto: Christian Griebel

Brandenburg/H. Ihren letzten öffentlichen Ratschlag als Oberbürgermeisterin erteilte Dietlind Tiemann (CDU) am Donnerstagvormittag den Kindern. „Gemüse und Obst sind gut, es ist wichtig dass man beides isst, auch wenn es am Anfang mal nicht so gut schmeckt“, sagte die Frau, die am Ende des Tages hauptberuflich von der Kommunal- in die Bundespolitik wechselt.

Etwa sechzig Kinder verschiedener Brandenburger Kitas hatten sich am Vormittag in der Sankt-Annen-Galerie zum Kohltag versammelt, hörten die Begrüßungsworte der Noch-Oberbürgermeisterin und verfolgten dann das Märchen auf der Bühne: Schneewittchen, gespielt von der Schülerin Umaira Dadali, und die sieben Kohlköpfe. Mit Rudi Rotkohl in einer der Hauptrollen.

Anschließend fachsimpelte Dietlind Tiemann mit Kindern über allerlei Gemüsiges, ehe die Kleinen dazu übergingen, Bilder auszumalen, Pyramiden aus Kohlköpfen zu bauen, Brokkoli, Fenchel und andere Verwandte unter einem Tuch nur zu ertasten, am Kohlglücksrad zu drehen oder gesunde Kostproben zu nehmen, welche die Dienstleistungsgesellschaft des städtischen Klinikums zubereitet hatte. an den Spielen waren mehrere Organisationen beteiligt

Dietlind Tiemann nahm sich noch einmal gut Zeit für den letzten von unzähligen Terminen, die sich in fast 14 Jahren an der Spitze des Rathauses bewältigt hat.

Kohl und Kanzlerin, Botschafterempfänge und Bundespräsidentenbesuche, Grundsteinlegungen und Gesundheitsaktionen, Spiele und Scharmützel, es dürfte so ziemlich alles dabei gewesen seien in der längsten Amtsperiode eines Brandenburger Stadtoberhauptes nach der Wende. Wohl nur der Papst fand nie den Weg zu der Katholikin an der Havel.

Auch wenn sie das Rathaus künftig nur noch als Gast und nicht mehr als Hausherrin betreten wird und die Verwaltung sich von ihr lösen muss, bleibt Tiemann ihrer Heimatstadt natürlich eng verbunden. Zum einen vertritt sie die Stadt als Teil des Wahlkreises, in dem sie die erste direkt gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete ist. Zum anderen steht die 62 Jahre alte Politikerin weiterhin an der Spitze des CDU-Kreisverbandes Brandenburg an der Havel.

Nicht auszuschließen ist schließlich, dass Dietlind Tiemann auch in kommenden Jahren im Einkaufszentrum das Wort ergreift, wenn Rudi Rotkohl wieder einmal seinen Auftritt hat und künftige Kita-Generationen zu gesunder Ernährung zu motivieren sind.

Von Jürgen Lauterbach

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