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Brandenburg/Havel Deutlich weniger Wohnungseinbrüche
Lokales Brandenburg/Havel Deutlich weniger Wohnungseinbrüche
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20:07 16.03.2017
Einbrecher lassen meist ein Bild der Verwüstung zurück. Quelle: Helge Treichel
Brandenburg/H

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im vergangenen Jahr in Brandenburg/Havel, im Umkreis und im Bad Belziger Raum deutlich zurückgegangen. Darauf weist die Polizeiinspektion Brandenburg hin, die am Donnerstag die Kriminalitätsentwicklung im Jahr 2016 beschrieb. Entgegen der Tendenz im westlichen Land Brandenburg nahm in der Stadt auch die Zahl der Gewalttaten ab.

Auffälligster Befund in der jüngsten Kriminalitätsstatistik ist die stark rückläufige Zahl an Wohnungseinbrüchen im gesamten westlichen Brandenburg. Im Stadtgebiet Brandenburg/Havel registrierte die Polizei 2016 nur noch 52 Einbrüche, in den Vorjahren waren es noch jeweils etwa 120 gewesen.

Ein ähnliches Bild ergibt sich in der Region um Brandenburg/Havel und Bad Belzig. Dort hatte die Polizei im Jahr 2015 mit fast 500 Wohnungseinbrüchen einen Höchststand verzeichnet. 2016 wurden nur noch 177 solcher Straftaten aufgenommen. Bei etwa jedem vierten bis fünften Einbruch fassten die Polizisten die Täter. Der für Brandenburg und Umgebung zuständige Inspektionsleiter Mathias Tänzer führt den Rückgang einerseits auf die politische Großwetterlage zurück. „Die Balkanroute ist zu“, sagte Mathias Tänzer am Donnerstag. Mögliche Tätergruppen etwa aus Albanien oder Ex-Jugoslawien seien daher an der Einreise gehindert.

Hinzu kommt für den leitenden Beamten, dass sich der Wach- und Wechseldienst und auch die Revierpolizisten zurückliegend stark auf das Delikt Wohnungseinbrüche konzentriert und in den Dämmerungsstunden kontrolliert hätten. Auch die Bundespolizei sei in dieser Hinsicht verstärkt im Einsatz.

Das Kriminalitätsgeschehen in der Stadt insgesamt bezeichnete der Inspektionsleiter als „stabil“ auf einem für eine Stadt dieser Größe niedrigem Niveau. „Das Gebiet unserer Inspektion ist sehr sicher“, betonte Tänzer. Die Gesamtzahl der aufgenommenen Delikte liegt mit rund 14700 um etwa 400 niedriger als 2015. Mehr als die Hälfte dieser Straftaten sind in der Stadt Brandenburg geschehen. Dort ist die Zahl 8752 für das Jahr 2016 fast identisch mit dem Vorjahreswert. Die Aufklärungsquote war in der Stadt und Inspektion mit 51 Prozent um vier Prozent höher als 2015.

Die beiden größten Deliktgruppen in der Stadt Brandenburg sind Sachbeschädigungen mit einer leichten Steigerung auf 2852 Fällen und Diebstähle, die mit 2452 Fällen im vergangenen Jahr leicht rückläufig waren. Bei beiden Delikten verzeichnet die Polizei eine Aufklärungsquote von gut 28 Prozent.

Die Zahl der Einbrüche und Autodiebstähle ist 2016 gesunken, die der Fahrraddiebstähle mit 432 stabil geblieben. Im Bereich Sachbeschädigung verzeichnete die Polizei bei Hauswandschmierern Ermittlungserfolge. Tänzer zufolge wurden einige Serientäter geschnappt, die sich durch ihre Handschrift (Tags) verraten haben. Von den 1135 angezeigten Schmierereien ermittelte die Polizei den Angaben zufolge in fast der Hälfte der Fälle die mutmaßlichen Täter. Damit ist die Aufklärungsquote bei illegalen Graffiti etwa doppelt so hoch wie in den Vorjahren.

Stabil hohe Aufklärungserfolge erzielt die Brandenburger Polizei bei Straftaten, die sich gegen das Leben und die Gesundheit von Menschen richten – von der sexuellen Nötigung bis zum Mord. Zu 80 bis 100 Prozent arbeiten die Ermittler n den Fällen erfolgreich.

Im Unterschied zur Großregion Westbrandenburg sind gefährliche und schwere Körperverletzungen 2016 in der Stadt Brandenburg seltener vorgekommen als in den Vorjahren. Knapp 100 Fälle registrierten Tänzers Kollegen 2016.

Hinzu kommen 15 Sexualstraftaten und 34 Raubüberfälle sowie der Totschlagfall des bereits verurteilten jungen Vaters, der sein schreiendes Kind zu Tode geschüttelt hat.

Mehr als 2000 der knapp 2500 im vergangenen Jahr ermittelten Straftäter sind erwachsen, 55 waren im Kindesalter. Knapp drei Viertel der Täter sind männlich.

Von Jürgen Lauterbach

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