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Brandenburg/Havel Diamant-Paar lernte sich am Bahnhof kennen
Lokales Brandenburg/Havel Diamant-Paar lernte sich am Bahnhof kennen
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07:15 12.05.2016
Maria und Hans-Dieter Hein aus Kirchmöser. Quelle: Norman Giese
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Kirchmöser

„Wäre der Krieg nicht gewesen, hätten wir uns nicht kennengelernt“, sagt Hans-Dieter Hein, der vor 60 Jahren seine Frau Maria geheiratet hat. Der 84-Jährige stammt ursprünglich aus Magdeburg, sein 81-jährige Gattin aus Hindenburg in Oberschlesien. Während des Zweiten Weltkriegs verschlug es beide nach Genthin. Das erste Mal begegnet sind sie sich allerdings am Bahnhof Kirchmöser. „Das war am 28. Juni 1950, da haben wir die ersten Worte miteinander gewechselt“, erinnert sich Hans-Dieter Hein.

Der damalige Elektromonteur arbeitete zu dieser Zeit auf einer Baustelle im Panzerwerk Kirchmöser, während seine spätere Frau eine Lehre im Stahl- und Walzwerk machte. „Dort habe ich Maschinenschlosser gelernt“, sagt sie. Beide pendelten mit dem Zug nach Genthin und lernten sich so kennen. Auf die ersten Gespräche folgten weitere Treffen auch außerhalb des Bahnwaggons. Die damals erst 15- und 18-Jährigen gingen gemeinsam spazieren und später auch tanzen. „1954 haben wir uns verlobt“, so Hans-Dieter Hein. Zwei Jahre später wurde in Genthin Hochzeit gefeiert.

Seit 1959 in der Ahornstraße in Kirchmöser

Dort zog das junge Paar anschließend in ihr erstes gemeinsames Zimmer, das aber schnell zu klein wurde, als 1957 ihre Tochter zur Welt kam. Durch ihre Verbindungen nach Kirchmöser, wo Hans-Dieter Hein mittlerweile im Werk für Gleisbaumechanik arbeitete, konnten die Eheleute 1958 in eine Übergangswohnung in der Parkstraße einziehen. Nebenbei packten sie beim Neubau der Reihenhäuser in der Ahornstraße mit an, wo die Heins 1959 schließlich ihr Zuhause fanden.

Bis heute leben sie in dieser Wohnung, ein Auto haben sie unterdessen nie besessen. Dafür allerdings ein Motorrad sowie ein Motorboot, mit dem es auf zahlreiche Touren auf den umliegenden Gewässern ging. Überdies blieben Maria und Hans-Dieter Hein treue Bahnfahrer, die im Stadtgebiet häufig mit der Straßenbahn unterwegs waren und immer noch sind. Ihre Diamantene Hochzeit feiern sie nun im Kreise der Familie mit ihrer Tochter, den drei Enkeln und den fünf Ur-Enkeln.

Von Norman Giese

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