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Brandenburg/Havel Die Altstadt fest in der Hand der Nachtwächter
Lokales Brandenburg/Havel Die Altstadt fest in der Hand der Nachtwächter
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14:46 08.10.2017
Vier Rolande bereicherten die Gilde der Nachwächter. Quelle: Foto: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Brandenburger, die an diesem Wochenende in der Altstadt unterwegs waren, fühlten sich in eine andere Zeit versetzt. Hinter der nächsten Straßenecke trafen sie unverhofft auf mittelalterlich gewandete Menschen, die Laternen tragend und mit Hellebarden bewaffnet in großer Gruppe ihre Runden durch die alten Gassen drehten.

Solch ein aus der Zeit gefallenes Bild ergibt sich, wenn die Mitglieder der Deutschen Gilde der Nachtwächter, Türmer und Figuren, der zugleich ein eingetragener Verein ist, zu ihren Treffen zusammenkommen. „In der Gilde sind Leute aus ganz Deutschland und Österreich organisiert, die in ihren Heimatorten in historischen Gewändern Einheimischen und Touristen die eigene Stadtgeschichte näher bringen“, erklärte Gildemeister Heinz Wellmann, der als von Rees am Niederrhein an die Havel reiste. In seiner Heimat nahe der niederländischen Grenze ist Wellmann mit schwarzem Umhang, breitkrempigem Hut, Laterne, Hellebarde und Signalhorn regelmäßig mit Besuchergruppen unterwegs. Bei Gildetreffen gehört es sich, in vollem Gewand zu erscheinen. „Unser Verein ist in vier Gruppen unterteilt und der Regionalbereich Ost kommt in diesem Jahr auf Einladung von Christine Steffen in Brandenburg zusammen“, erklärte Regionalsprecher Ralf Edler, in Schöneck im Vogtland als Nachtwächter und Türmer aktiv.

„In dem Treffen steckt ein ganzes Jahr Arbeit“, erklärte die Gastgeberin, die auf Brandenburger Straßen und Plätzen als Nachtwächterin oder Marktweib Christine unterwegs ist. Am Freitag wurde unter anderem das Slawendorf erkundet und mit einem Fass Bier, das der Altlandsberger Nachtwächter Horst Hildenbrand brauen ließ, gefeiert.

Am Samstag traf sich die Gilde zuerst im Altstädtischen Rathaus. „Ein bisschen Vereinsarbeit muss sein, denn die Vernetzung miteinander ist wichtig und Themen wie der gemeinsame Internetauftritt wurden besprochen“, erklärte Gildemeister Wellmann.

Trotz des Regens nutzten einige Brandenburger die Gelegenheit, die Stadtführung zu begleiten und zu hören, wie alle Gildemitglieder sich und ihren Heimatort mit einem Lied, einer Geschichte oder einer lustigen Anekdote vorstellten.

Für die Nachtwächter und Türmer, ob sie nun aus Nauen, Crimmitschau, Magdeburg, oder gar aus Meisenheim in der Pfalz angereist waren, hatte Christine Steffen noch eine Überraschung parat. Der Brandenburger Roland in Gestalt von Heinz Morio machte sich zusammen mit seinen gewandeten Roland-Kollegen aus Gardelegen, Calbe und Haldensleben mit auf den Stadtrundgang und sorgte für einen zusätzlichen Höhepunkt des Gildetreffens.

Von Christine Lummert

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