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Brandenburg/Havel Die Bahn lässt Reisende im Regen stehen
Lokales Brandenburg/Havel Die Bahn lässt Reisende im Regen stehen
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20:18 12.01.2017
Das oben offene Dach am Hauptbahnhof Brandenburg/Havel. Quelle: Jacqueline Steiner
Brandenburg/H

Die neuen Dächer auf den Bahnsteigen des Hauptbahnhofs Brandenburg haben einen entscheidenden Schönheitsfehler. Sie schützen an einigen Stellen nicht vor Regen, weil sie auf einer Länge von etlichen Metern oben offen sind. Die Deutsche Bahn stellt in Aussicht, dass im Jahr 2018 nachgebessert wird. Aber nur voraussichtlich.

Brandenburger Bahnkunden werden sich erinnern, wie der Mittelbahnsteig 2/3 und der Hausbahnsteig 1 im vergangenen Jahr abwechselnd gesperrt waren. Denn dort wurden die maroden alten Holzdächer abgerissen und durch eine neue Dachkonstruktion ersetzt. Die Arbeiten erstreckten sich über einige Monate und waren pünktlich im Oktober beendet. Abgeschlossen sind sie jedoch nicht.

Jörg Rzadkiewicz bringt den Unmut von Bahnkunden auf den Punkt. Die Erneuerungen der Bahnsteigüberdachungen am Hauptbahnhof nimmt er nicht als Verbesserung wahr, sondern als deren Gegenteil. „Da wurden einfach mal ein paar Überdachungen seitens der DB wegrationalisiert“, mutmaßt der Diplom-Ingenieur.

Denn nach der Modernisierung gibt es keine durchgehende Überdachung mehr, sie endet an Gleis 1 unmittelbar vor dem Bahnhofsgebäude. Konnten die Bahnkunden vorher bei Regen trockenen Hauptes von der Bahnhofshalle bis zur Unterführung laufen, werden sie nun unweigerlich nass.

Zwar reicht die Stahlkonstruktion bis zum Gebäude, doch das eigentliche Dach fehlt auf einer Strecke von mindestens zwanzig Metern. Auch am mittleren Bahnsteiges wurde das Dach gekürzt.

„Es ist zwar möglich, dass die Baumaßnahme noch nicht beendet ist; diese Möglichkeit erscheint mir aber sehr unwahrscheinlich“, schreibt Jörg Rzadkiewicz.

Doch genau so verhält es sich. Ein Sprecher der Bahn berichtet, dass die Arbeiten tatsächlich noch nicht abgeschlossen seien. Zur Zeit seien verschiedene Varianten für die Dächer in Prüfung. „Der jetzige Zustand ist als erste Baustufe zu verstehen“, heißt es aus Berlin.

Die Bauarbeiten würden „voraussichtlich 2018 fortgesetzt und auch beendet“. Gearbeitet werden könne nur in „Sperrpausen“. „Da auf der stark frequentierten Strecke nur wenige kurze Sperrpausen möglich sind, lassen sich die Bauarbeiten leider nicht schneller realisieren“, behauptet der Bahnsprecher allen Ernstes.

Die verbliebene, auf den ersten Blick nutzlose Dachkonstruktion erfüllt doch einen Zweck. Denn momentan trägt sie die Beleuchtungs- und Beschallungsanlage, also die Lautsprecher. Diese hätten sonst mit großem Aufwand umgebaut werden müssen.

Von Jürgen Lauterbach

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