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Brandenburg/Havel Die Bank, die keine ist
Lokales Brandenburg/Havel Die Bank, die keine ist
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00:30 28.11.2015
Sven Carus von der Firma Profilbeton freut sich, der Stadt etwas Gutes zu tun. Quelle: Melanie Höhn
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Brandenburg/H

Zwei gebogene Flächen aus Holz, getragen von zwei Beinen aus Stahl, zieren seit September den Neustädtischen Markt. Gerade sind sie durch die Absperrungen des Weihnachtsmarktes nicht zu sehen, doch spätestens im Januar können Wartende dort wieder ihren Rücken entlasten.

Doch was hat es damit auf sich? Es sind so genannte Stehbänke, auch Lehnhilfen genannt, die im Zuge der Buga aufgestellt werden sollten. Da die Wartezeiten dafür jedoch so lang waren, konnten sie erst im Spätsommer errichtet werden.

„An der Bushaltestelle gibt es beengte Platzverhältnisse. Dort wäre eine normale Bank zu groß gewesen“, sagte Christiane Hoffmann vom Tiefbauamt der Stadt. „Wir wollten den Platz nicht zu voll bauen. Aus der St.-Annen-Galerie kommen viele Menschen und nutzen die Haltestelle“, ergänzte sie. Gut sei dabei, dass Kinderwägen und Rollatoren an den 1,50 Meter hohen, aber nur 30 Zentimeter breiten Lehnhilfen problemlos vorbeikommen.

Die Erfindung des Herstellers Nusser Stadtmöbel aus Winnenden bei Stuttgart wurde mit dem Reddot-Award, einem der renommiertesten internationalen Designpreise, ausgezeichnet. Die Firma hat die Bank, die etwa 15 Kilogramm schwer ist, schon seit 2004 im Sortiment. Sie werden meistens für Bushalte- und Straßenbahnhaltestellen bestellt, weil man dort nur kurz verweile und oft wenig Platz habe, erklärte Vertriebsmitarbeiterin Marlen Herrich.

Bisher wurden die Stehbänke in der Havelstadt gut angenommen, vor allem Kinder lehnen gerne ihren Rucksack daran. In Zukunft sei auch an anderen beengten Stellen der Stadt geplant, diese Bänke zu errichten, verriet Christiane Hoffmann.

Der Sponsor für die beiden Stehbänke, die insgesamt 1200 Euro kosteten, ist die Firma Profilbeton aus dem hessischen Borken. Das Unternehmen stellt Bordsteine für Bushaltestellen und Querungsstreifen her sowie Bodenindikatoren, die sehbehinderte Menschen über einen Fußgängerüberweg leiten. Ihr „Kasseler Querungsbord“ fand unter anderem am Bahnhof in der Havelstadt Anwendung. Die Firma arbeitet zudem am städtischen Teilhabeplan für Barrierefreiheit mit.

Von Melanie Höhn

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