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Brandenburg/Havel Zwei Millionen jährlich fürs Fernwärmenetz
Lokales Brandenburg/Havel Zwei Millionen jährlich fürs Fernwärmenetz
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06:25 23.08.2014
Quelle: dpa
Brandenburg an der Havel

Einen weiteren Großabnehmer für Fernwärme haben sich die Stadtwerke gesichert. Seit Wochen wird in der Bergstraße gebaut, um das Marienkrankenhaus an das Wärmenetz anzuschließen. Das fast benachbarte städtische Klinikum ist es schon seit ein paar Jahren. Derzeit verhandeln die Stadtwerke nach MAZ-Informationen auch mit einem weiteren größeren Industriebetrieb über einen Fernwärmeanschluss.

Kapazitäten gibt es genügend:

Die derzeit abgerufene Spitzenlast sind 48 Megawatt, möglich sind 130 Megawatt – also fast dreimal so viel. „Im Jahr 2013 haben wir 182 Gigawattstunden verkauft, ein Jahr zuvor waren es 180 Gigawattstunden“, sagt Stadtwerkesprecherin Beate Dabbagh.

12.000 Wohnungen

Seit 1964 bereits gibt es in der Stadt ein Fernwärmesystem.
Die so genannte Fernwärmesatzung wurde 1995 beschlossen und zum bislang letzten Mal 1997 geändert.
Darin ist das so genannte Fernwärmevorranggebiet konkret ausgewiesen, geregelt ist auch der Anschluss- und Benutzungszwang innerhalb des Gebietes.
Mehr als 12000 Wohnungen werden derzeit mit Fernwärme versorgt.

Rund zwei Millionen Euro steckt das Unternehmen in das Fernwärmenetz – in neue Leitungen, in den Ersatz von Nahwärme-Erzeugungsanlagen durch Fernwärme und in der Vergangenheit auch in den Rückbau der oberirdischen Stützenleitungen. Zudem werden bestehende Leitungen saniert. In diesem Jahr verbaut das Unternehmen mehr als 2,4 Millionen Euro, unter anderem wurden die Trassen in der Lilli-Friesicke- und in der Willibald-Alexis-Straße saniert. Bis Oktober wird noch in der Bergstraße und im Quartier Brahms-/Tschaikowski-/Mahler-/Brucknerstraße neu gebaut. Dann können die weniger wirtschaftlichen Nahwärme-Einheiten ausgeschaltet werden.

Derzeit gibt es 381 Abnehmestellen

Mittlerweile sind die Fernwärmetrassen in der Stadt rund 60 Kilometer lang, es gibt derzeit 381 Abnahmestellen. Das können einzelne Gebäude sein, aber auch ganze Wohnungsgesellschaften. Etwa 12000 Wohnungen werden derzeit mit Fernwärme beheizt, sagt Beate Dabbagh.
Diese liegen vor allem in den Wohngebieten Hohenstücken, Görden und Nord, aber auch in der Innenstadt, so wurde beispielsweise der Rosenhag-Komplex im vorigen Jahr auch angeschlossen.
Für die Stadtwerke gibt es nur zwei Kriterien, nach denen sie Objekte mit Fernwärme erschließt: „Wir bieten die Fernwärme dort an, wo Fernwärmeleitungen vorhanden sind. Im so genannten ,Fernwärmevorranggebiet’ ist der Einsatz von Fernwärme sogar vorgeschrieben“, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens.

Fernwärme ist preiswert und ökologisch

Das Fernwärmevorranggebiet könne man ausweiten, schließlich sei diese Heizenergie preiswerter und ökologischer als viele andere, schlägt der SPD-Stadtverordnete Norbert Langerwisch vor. Das Anliegen hat er vorerst noch in eine Anfrage an die Oberbürgermeisterin verpackt. Mit deren Stellvertreter Steffen Scheller (CDU) hat er bereits gesprochen, dieser soll sich offen für die Idee gezeigt haben, die Stadt will prüfen, inwieweit es sinnvoll ist, das Vorranggebiet auszuweiten. Das wird dann in einer kommunalen Satzung geregelt, die von der SVV zu beschließen ist. „Die Fernwärme hat so viele Vorteile. Warum sollten wir diese nicht nutzen, wenn es wirtschaftlich vom Erschließungsaufwand vertretbar ist. Zumal wir damit die Stadtwerke stärken, an denen die Kommune Mehrheiten hat“, sagt Langerwisch.

Von André Wirsing

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