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Die Buga auf dem Balkon

Balkonwettbewerb 2015 in Rathenow Die Buga auf dem Balkon

Ursula Lorenz (70) ist begeisterte Buga-Besucherin. Die Blumenpracht hat sie sich einfach nach Hause auf ihre Veranda geholt. Das freut nicht nur ihre Nachbarn. Der üppig-bepflanzte Balkon ist vor allem ein Hingucker für die Fußgänger, die in Rathenow auf dem Weg zum Optikpark an ihrem Haus vorbeikommen.

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Rathenowerin mit grünem Daumen: Ursula Lorenz auf ihrem Buga-Balkon.

Quelle: Josefine Sack

Rathenow.
Ursula Lorenz hat die Buga nicht nur direkt vor ihrem Balkon. Die 70 Jahre alte Rathenowerin hat die Buga in diesem Jahr sogar auf ihrem Balkon. Zwölf Blumenampeln und jede Menge Pflanztöpfe zieren den kleinen Austritt ihrer Wohnung im ersten Stock in der Steinstraße 10. Fuchsien, Geranien, Chrysanthemen und Fette Henne begrüßen die Besucher der Bundesgartenschau schon aus der Ferne und leiten ihnen den Weg zum Optikpark.

„Mein Balkon ist eigentlich immer grün“, sagt Ursula Lorenz. Seit 2013 wohnen sie und ihr Mann Reiner in der kleinen Wohnung unweit des Mühlenhofs, wo sich der Eingang zum Buga-Gelände befindet. „Zur Buga habe ich ein bisschen mehr Blumen auf dem Balkon als sonst“, gibt sie zu. Anlass für die Pflanzaktion war der von der Rathenower Wohnungsbaugenossenschaft (RWG) ausgerufene „Balkonwettbewerb 2015“. „Beteiligen Sie sich an der Verschönerung unserer Genossenschaft und gestalten Sie Ihren Balkon kreativ“, hatte die RWG ihre Mieter mit einem Schreiben im Hausflur, das dem Ehepaar Lorenz sofort auffiel, animiert. Bis zum Juni sollte dann ein Foto vom Balkon eingereicht werden. Noch berät die Jury über den schönsten Balkon Rathenows im Buga-Jahr. Zu gewinnen gibt es einen Reisegutschein im Wert von 250 Euro. Doch darum geht es Ursula Lorenz nicht. Sie hat generell einen grünen Daumen. Täglich fährt sie mit dem Rad in ihren Garten, der direkt an der Havel in Rathenow-West liegt. Auf 400 Quadratmetern wachsen dort Tomaten, Rosen, Löwenmaul, Heidekraut, Nelken – „eben alles, was der Garten so hergibt“, bringt es die rüstige Rentnerin auf den Punkt. Ihr Garten muss eine Oase sein. Denn das, was dort im Überschuss gedeiht, pflanzt Ursula Lorenz um und nimmt es mit nach Hause für den Balkon. So wie die riesige Sonnenblume vor ihrer blumigen Veranda. 2,10 Meter misst das stolze Exemplar neben dem Hauseingang des Mietshauses. Sogar dem Sturm hat die Pflanze standgehalten, ohne abzuknicken. Die Blume mit nach Hause zu nehmen, sei eine „spontane Idee“ gewesen, so Ursula Lorenz. Im Herbst will sie mit den Sonnenblumenkernen Vögel anlocken. Schon jetzt erfreuen sich vor allem Fußgänger auf dem Weg zum Buga-Park an der üppigen gelben Blüte. Immer wieder bleiben Menschen vor dem Balkon der Lorenz’ stehen, staunen und machen Fotos.

2,10 Meter misst die Sonnenblume am Hauseingang

2,10 Meter misst die Sonnenblume am Hauseingang. Das Unwetter bestand sie glücklicherweise unbeschadet.

Quelle: Josefine Sack

Denn nicht nur Blumen gibt es hier zu sehen: Sogar eine Fotowand hat Ursula Lorenz von außen ans Balkongeländer montiert. Es zeigt Aufnahmen aus dem Optikpark. „Der herrliche Frühjahrsflor hat mich so begeistert, das sind meine schönsten Aufnahmen“, verrät die Rentnerin. So oft sie Zeit hat, besucht sie mit ihrem Mann die Buga in Rathenow. Beide haben eine Dauerkarte: „Das ist doch selbstverständlich, wenn man hier wohnt“, findet die Pensionärin. Zweimal hat sie ihre Stadt bereits von oben aus dem Skyliner fotografiert. „Ich fotografiere leidenschaftlich gern“, sagt sie. Die Blumenpracht am Bismarckturm, Szenen von der Weinbergbrücke, zartes Laub und Detailaufnahmen von der Echsenlandschaft – an die 1000 Fotos, so schätzt sie, hat Ursula Lorenz seit dem Beginn der Buga im Optikpark und auf dem Weinberg gemacht. Es sei eigentlich gar nicht so schwer: „Man muss nur richtig gucken und die Kamera stillhalten“, ist die Rentnerin überzeugt.

„Man muss nur richtig gucken und die Kamera stillhalten“

„Man muss nur richtig gucken und die Kamera stillhalten“: Ursula Lorenz hat die schönsten Buga-Momente festgehalten.

Quelle: Josefine Sack

Von Josefine Sack

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