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Die Eroberung von Troja zwischen Fläming und Havelland

Trechwitz Die Eroberung von Troja zwischen Fläming und Havelland

Es ist jedes Jahr ein großes Spektakel: Das Osterfeuer in Trechwitz zieht Tausende Besucher an, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Viele Wochenenden Arbeit stecken hinter den spektakulären Bauten – doch für Vereinschef Steven Gaidecka zählt nur eine Sache.

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Ein Teil des Trechwitzer Vereins bei den Vorbereitungen zum diesjährigen Osterfeuer mit dem Troja-Motiv.

Quelle: Melanie Höhn

Trechwitz. Es ist immer wieder ein sentimentaler Moment für Steven Gaidecka, wenn er auf die lodernden Flammen am Ostersamstag schaut.

Monatelange Arbeit verschwindet dann einfach so innerhalb mehrerer Stunden. Der Vorsitzende des Freizeit- und Jugendvereins Trechwitz stellt zusammen mit seinem Vereinsteam jedes Jahr eine kostenlose Veranstaltung auf dem Trechwitzer Festplatz auf die Beine, dass zu Stoßzeiten fast 3000 Besucher anlockt.

Vor etwa 20 Jahren gab es einen Aufruf an die Vereine in der Region, das höchste Osterfeuer zu bauen – seitdem entzündet der Trechwitzer Verein jährlich ein Osterfeuer, das weit in die Region hinein seinesgleichen sucht.

Auch 2017 ist wieder ein großes Projekt geplant, an dessen Vorbereitung etwa 30 Personen beteiligt sind. Das Thema in diesem Jahr ist die Eroberung der Stadt Troja: Kurz vor dem Verbrennen der neun Meter hohen Türme aus gestapeltem Holz werden dutzende Ostereier rund um das Bauwerk versteckt, zudem wird es ein Spiel geben, in das die Kinder eingebunden werden. Danach führen einige der Vereinsmitglieder ein Theaterstück über die Legende von Troja auf – mit Eintritt der Dunkelheit wird dann das Feuer entzündet. Das Bauwerk in Blockhausbauweise kommt bis auf die Türen ohne Nägel aus. Auch in den letzten Jahren wurden aufwendige Projekte realisiert, wie etwa ein zwölf Meter hoher Osterhase, der BER-Flughafen, eine Maya-Pyramide oder eine Skisprungschanze. „Es ist gar nicht so leicht, sich jedes Jahr ein neues und interessantes Thema auszudenken“, erzählt Steven Gaidecka.

Noch sind die Vereinsmitglieder dabei, das Troja-Pferd zu bauen, auch ein Tempel ist in Arbeit. Doch das Hauptelement des Projekts – die beiden Türme, die durch zwei Türflügel miteinander verbunden werden – sind schon zu 95 Prozent fertiggestellt. Immer im Februar fangen die Vereinsmitglieder an, Totholz aus den umliegenden Wäldern zu holen, das von Waldbesitzern aus dem Dorf zur Verfügung gestellt wird. Von diesem Zeitpunkt an wird jedes Wochenende an dem Projekt gearbeitet. Die Frauen versorgen die Männer mit Kaffee und Kuchen, abends wird gegrillt. „Für uns ist die Vorbereitungszeit am Schönsten“, sagt Steven Gaidecka. Derzeit hat sein Verein 34 Mitglieder. „Man trifft sich, hat ein gemeinsames Projekt und baut das alles zusammen auf“, so der 28-Jährige.

Viele Vereinsmitglieder nehmen in der letzten Woche vor Ostern sogar noch einige Tage Urlaub, um alles fertigzustellen. Schon jetzt sind auf der Facebook-Seite des Osterfeuers mehr als 1000 Interessenten zu sehen.

Steven Gaidecka hat noch einen Rat ans Publikum: „Frühes Erscheinen ist empfehlenswert, auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. Unsere Veranstaltungen werden von den Besuchern immer sehr gut angenommen.“

Von Melanie Höhn

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