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Brandenburg/Havel Brandenburger Technik für die Soldaten am Hindukusch
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburger Technik für die Soldaten am Hindukusch
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00:52 24.08.2014
Brandenburger Technik im Camp Marmal bei Masar-i-Scharif. Quelle: Bundeswehr
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Brandenburg an der Havel

Was haben das Bundeswehr-Feldlager Camp Marmal bei Masar-i-Scharif (Afghanistan) und die Schweizer Staatsbahn gemeinsam? Es sind Einsatzorte des Teams von Industrieelektronik Brandenburg.
„In Kunduz und in Masar-i-Scharif haben wir die Feldlager der Bundeswehr mit Automations- und Sicherheitstechnik ausgestattet, ebenso die OP-Säle“, erzählt Geschäftsführer Ralf Herrmann. Mittlerweile darf er darüber reden, aber zu den Zeiten als ständig vier, fünf Mann unten in Afghanistan waren, hatte er schon Sorge um die Mitarbeiter. Dreimal im Jahr fliegen noch zwei Mitarbeiter für Wartungsarbeiten nach Afghanistan, sie landen direkt im Feldlager und setzen keinen Fuß auf die Straße, schließlich arbeiten sie ausschließlich im Camp.

Für die Schweizer Staatsbahn wie auch für die Deutsche Bahn AG bauen die Industrieelektroniker Signaltechnik oder auch Automaten zum Prüfen und Erneuern von Radreifen.
Die Produktpalette reicht noch viel weiter: Jede Privatperson kann sich beispielsweise einen Personalcomputer personalisiert nach eigenen Wünschen aufbauen und warten lassen. Die Rechentechnik bei ZF Brandenburg stammen direkt von hier. Rechtsanwälte, Steuerberater und Bauingenieure mit sensiblen Kundendaten lassen diese schützen und sichern. Entwickelt werden Lösungen für die Hausautomation von Sicherheitsanlagen, Zugangskontrolle, Schließanlagen bis zur kompletten Haustechnik.
Die Firma stattet beispielsweise hochwertige Wohnungen in Berlin mit Wärmepumpen, Solaranlagen, Terminals und Kameras für außen und innen aus.
Dabei werden Elemente von Weltfirmen wie Siemens oder Honeywell genutzt und individuell angepasst – dazu hat Industrieelektronik Verträge geschlossen. Per Tablet oder Telefon lassen sich alle Funktionen von den Haus- oder Wohnungseigentümern abrufen und ansteuern.
In der Werkstattabteilung stehen Schränke, aus denen die Kühlung von Turbinen gesteuert wird. Nicht größer als eine Schreibtischplatte ist ein Paneel, welches die Klimaanlage für ein komplettes Einkaufszentrum ansteuert.

„Wenn wir diese Geräte maßanfertigen, dann laufen sie bei uns bereits zwei Wochen vorher im Probebetrieb. Zum Einbauen haben wir oft nur wenige Stunden Zeit, da muss alles funktionieren“, beschreibt Herrmann die Arbeitsweise. Größere Serien vergibt das Unternehmen an Auftragsfertiger, das wäre gar nicht zu leisten von der kleinen Truppe. Zumal es ausschließlich Ingenieure sind, die zwar Platinen bestücken und einbauen können, aber nur bei Prototypen. Den Rest besorgen Automaten. Die Firma hält die Rechte an einigen Patenten und Gebrauchsmustern, doch darüber schweigt der sonst auskunftsfreudige Geschäftsmann.

Voller Stolz spricht er aber über sein Team. „Wir müssen nicht händeringend suchen, bei uns bewirbt man sich. Wegen der Bandbreite der Aufgaben und Projekte sind wir ein attraktiver Arbeitgeber.“ Nicht allein deshalb, Herrmann und Deutloff zahlen ihren Spezialisten anständige Gehälter.

Selbst der Landesvorsitzende der Piratenpartei Michael Hensel arbeitet im Unternehmen mit. Sein Einstieg erfolgte über die erfolgreiche Kooperation mit der Fachhochschule Brandenburg. Viele Ingenieursstudenten absolvieren Praktika in der Friedrichshafener Straße. „Die FHB ist ein großer Gewinn für die Stadt Brandenburg an der Havel. Und mit einigen der Professoren habe ich zusammen Elektronik studiert.“ Herrmann sieht gerade in diesem Fach die Notwendigkeit, fürs Tüfteln und Basteln zu brennen. „Da kann man sich nicht erst nach dem Studium umschauen, was man denn jetzt machen will. Ich hoffe nicht, dass die Freaks und Bastler aussterben.“

Ralf Holzschuher zeigte sich am Donnertstag als SPD-Landtagskandidat wie als Innenminister interessiert an dem Unternehmen. „Es gibt über die ,großen Drei’ hinaus mittelständische Leuchttürme, die ganz wichtig für diese Stadt sind.“

Von André Wirsing

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