Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Schlote gibt Gas mit ZF, Porsche und VW
Lokales Brandenburg/Havel Schlote gibt Gas mit ZF, Porsche und VW
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:31 26.02.2018
Nicht nur Getriebegehäuse, sondern auch andere Fahrwerksteile produzieren die Brandenburger Mitarbeiter der Firma Schlote. Quelle: JACQUELINE STEINER
Anzeige
Brandenburg/H

Die Entwicklung des Metallunternehmens Schlote in Brandenburg/Havel zählt zu den Erfolgsgeschichten der vergangenen gut zehn Jahre. Gestartet als reiner Zuliefererbetrieb für das ZF-Getriebewerk schuf sich die hiesige Niederlassung der Schlote-Gruppe seit 2010 ein neues Standbein nach dem anderen. Zu den Endkunden zählen Porsche, VW und inzwischen auch Skoda.

Schlotze-Mitarbeiter in Brandenburg/Havel fräsen und bohren Rohlinge, so dass sie als Getriebegehäuse und andere Fahrzeugteile eingesetzt werden können – in Höchstzeiten 8000 Stück in der Woche. Die Brandenburger Stadtverwaltung und die Arbeitsagentur wählten in dieser Woche die Firma Schlote in der Friedrich-Engels-Straße als Beispiel für eine positive Wirtschaftsentwicklung.

Das Beispiel ist durchaus passend, wie Werkleiter Christian Hirche (38) deutlich machte.

Nach Brandenburg/Havel war die Unternehmensgruppe aus Niedersachsen im Jahr 2006, weil ZF gerufen hatte. Aus logistischen Gründen war es für beide Firmen günstiger räumlich enger aneinander zu rücken. Schlote produzierte seinerzeit für ZF die Gehäuse von deren Handschaltgetrieben.

Bei dieser Lieferanten-Kunden-Beziehung ist es bis heute geblieben. Doch inzwischen hat die Brandenburger Schlote-Unternehmung überwunden, was sie selbst als „regionale Abhängigkeit“ bezeichnet.

Das benachbarte ZF-Getriebewerk ist ein sehr wichtiger Kunde geblieben. Doch statt anfangs 100 Prozent macht Schlote in Brandenburg in diesem Jahr nur noch 28 Prozent seines Geschäfts mit ZF. Vor gut einem Jahr hatte die Quote noch bei etwa 50 Prozent gelegen.

Mit Brandenburger Werk begann die Expansion

Die Schlote-Gruppe entwickelt und produziert Teile, die in der Automobil- und Zuliefererindustrie benötigt werden. Die Mitarbeiter zerspanen, konstruieren und fertigen Druckgussformen, Werkzeuge und Vorrichtungen.

Die Firmengruppe aus dem niedersächsischen Harsum befindet sich seit der Gründung 1969 im Familienbesitz.

Das Werk in Brandenburg/Havel war 2006 die erste auswärtige Niederlassung. Weitere Standorte folgten in Rathenow, Wernigerode, Harzgerode und Saarbrücken sowie in Tschechien und China.

1600 Beschäftigte prägen die Arbeit in der Schlote-Gruppe. Dazu zählen 55 Azubis.

Ein ebenso großer Kunde ist inzwischen Volkswagen Kassel. „Wir sind durch die Expansion im Kundenportfolio nun breit aufgestellt und sichern den Standort nachhaltig“, erklärt Werkleiter Hirche.

Die Standortressourcen würden auf mehrere Kunden verteilt. Endkunden sind in Verbindung mit ZF die Autohersteller BMW, Mercedes und Jaguar sowie seit 2009 Porsche, seit 2011 VW und Audi und seit 2013 Land Rover. „In drei Monaten beginnen wir, auch Fahrzeugteile für Skoda in Tschechien zu produzieren“, berichtete Hirche seinen Besuchern in dieser Woche.

Mit den Kunden sind die Zahl der Mitarbeiter sowie die Produktions- und Lageflächen gewachsen. Gestartet mit 20 Frauen und Männern, sind seit 2014 etwa 145 bis 170 am Standort beschäftigt, 80 davon in Produktion und Logistik. Bedarf herrscht an Fachkräften mit fundierter technischer Ausbildung. Zehn Azubis bildet Schlote aus.

Vor gut drei Jahren nahm die Firma eine neue Halle in betrieb, in der sie für VW; Audi und Landrover produziert. Schlote kann sich bei Bedarf in der Friedrich-Engels-Straße um noch einmal die Hälfte seiner Produktionsfläche erweitern.

Der Standort hat laut Werkleiter mit einigen Nachteilen zu kämpfen. Brandenburg/Havel liegt weit entfernt von fast allen Autoherstellern. „Die logistische Anbindung ist eine Herausforderung“, formuliert Hirche den Sachverhalt. Auch die Aluminiumgießereien als Zulieferer liegen geografisch ungünstig.

Nahe Brandenburg gibt es keinen regionalen Partner. Bekanntlich platzte vor etwa zehn Jahren die geplante Ansiedlung einer Gießerei der Dihag-Gruppe in Kirchmöser. Die Anbindung an die A 2 nennt der Standortchef „ausbaufähig“.

Von Jürgen Lauterbach

Die mehr als hundertjährige Lindenallee in Lehnin sieht nicht mehr aus, wie die Menschen im Ort es gewöhnt sind. Insgesamt 23 stattliche Bäume fielen nun im Vorfeld des Straßenausbaus der Motorsäge zum Opfer. Die Lehniner bewegt das Thema sehr. Die MAZ hat sich vor Ort bei den Menschen umgehört.

26.02.2018

Brandenburg an der Havel ist ganz schön sportlich. Über 10.000 Menschen engagieren sich in der Stadt in fast 90 Sportvereinen. In die Sanierung von Vereinsräumen investiert die Stadt jetzt 100.000 Euro. Auch weitere Neuigkeiten hatten Vertreter von Stadt und Stadtsportbund bei der Präsentation des Sportkalenders 2018 parat.

26.02.2018

Die Reckahner Wildhändler Olaf und Elke Andert zahlen Jägern im Schnitt noch 1,20 Euro pro Kilo Wildschwein. Das ist nicht viel. Es wird für Jäger sonst immer schwerer, ihr Wildschweinfleisch auf dem freien Markt zu verkaufen. Angesichts des Jagddrucks droht aktuell sogar eine Schwemme der Fleischsorte.

26.02.2018
Anzeige