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Die Helfer von nebenan: Preise für Ehrenamtler

Brandenburg an der Havel Die Helfer von nebenan: Preise für Ehrenamtler

Eine Veranstaltung für zwei Anlässe – die Stadt Brandenburg an der Havel hat zum Tag des Ehrenamtes engagierte Menschen ausgezeichnet. Und zum Weltbehindertentag sprach Beiratschefin Sybille Kluge über die Bedeutung der Barrierefreiheit. Ist die Stadt den Zielen der Barcelona-Erklärung schon näher gekommen? Die Preisvergabe an die Ehrenamtler sorgte für Überraschungen.

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Festakt zum Tag des Ehrenamtes.

Quelle: J. Steiner

Brandenburg/H. Behinderung kann jeden treffen. Am Montagabend bei einem Festakt im Brandenburger Theater gab Sybille Kluge zu bedenken, dass nur vier Prozent der behinderten Menschen dies von Geburt an seien. Alle anderen hätten ihre Behinderung erst im Laufe ihres Lebens erworben, sagte die Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderung in ihrem Grußwort. Die Stadt Brandenburg hatte zum Tag des Ehrenamtes und zum Weltbehindertentag am 4. Dezember 2017 zu diesem Festakt geladen. Durch das Programm, das von Schülern der Städtischen Musikschule musikalisch umrahmt wurde, führte die Kommunikationstrainerin Heike Faust.

Die Stadt, die 2003 die Barcelona-Erklärung zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Behinderte unterschrieben hat, nutzte die Gelegenheit, um über das bisher Erreichte Bilanz zu ziehen. So berichtete Sybille Kluge, dass die Stadt und Behinderte gemeinsam einen Teilhabeplan erarbeitet haben, der die Verbesserung der konkreten Lebensbedingungen für behinderte Menschen in der Stadt zum Ziel hat (MAZ berichtete).

Elf Ehrenamtler wurden beim Festakt für ihr Engagement ausgezeichnet. Ob Sport oder Kultur, ob Arbeit mit Kindern, Senioren oder Behinderten – Ehrenamtler seien in vielen Bereichen anzutreffen, sie seien der Kitt, der die Gesellschaft zusammen hält, stellte Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) fest. Das Engagement im Ehrenamt gehe durch alle Altersstufen. Davon konnte sich das Publikum beim Festakt mit eigenen Augen überzeugen. Denn Heike Faust hat die Ehrenamtler auf der Bühne zu ihrem Engagement interviewt. Unter den elf geehrten Ehrenamtlern war ein Student vertreten, sowie berufstätige Menschen mittleren Alters und ein mehrfach engagierter Rentner wie Wolfgang Steinick.

Von Ruhestand kann bei diesem Mann nicht gesprochen werden. Vorgeschlagen für die Ehrung hat ihn der „Unabhängige Bürgerverein Plaue“, dessen Vorsitzender er war, für sein Engagement als Cheforganisator für den Plauer Fischerjakobi. Außerdem erarbeitete er das erste Tourismuskonzept für Plaue. Er engagiert sich in der Ortsgruppe des deutschen Schäferhundevereins. Und als sein wichtigstes Ehrenamt hat Steinick selbst sein 60 Jahre währendes Engagement für die Freiwillige Feuerwehr Plaue bezeichnet.

„Viele Leute haben ein Wochenendhaus, wir haben ein Bürgerhaus“, antwortet Kathrin Arndt, die Vorsitzende des Vereins „Die Altstädter“, auf die Frage, wie sie neben ihrer Berufstätigkeit die vielen Aufgaben bewältige, die der Betrieb des Bürgerhauses in der Bäckerstraße mit sich bringt. „Ich mache das ja nicht alleine. Ich sitze hier für den Verein.“ Von den etwa 45 Mitgliedern würden sich etwa 15 bis 20 aktiv engagieren.

Allen Ehrenamtlern gemeinsam ist, dass sie ihr zeitliches Engagement nicht beziffern können. Sie sind mit Herzblut bei der Sache und schauen nicht auf die Uhr, wie beispielsweise David-Julian Weinreich von der „Bike Box Branne“, wo Fahrräder für Bedürftige und Flüchtlinge repariert werden. „Wenn ich Zeit habe, gehe ich auch außerhalb der Öffnungszeiten hin.“

Viele haben so viel Freude an ihrer ehrenamtlichen Arbeit, dass sie sogar mehrere Ehrenämter ausüben, wie beispielsweise Ramona Sellke, die sich in Kirchmöser vielfältig in der Lokalpolitik engagiert und die als OP-Schwester schon mehrfach einen Teil ihres Urlaubs in Tansania verbracht hat, um dort in einem deutschen Team ehrenamtlich bei Augenoperationen zu helfen.

Von Ann Brünink

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