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Die Jungen stellen in Lünow was auf die Beine

Altweibersommerfest Die Jungen stellen in Lünow was auf die Beine

Beinahe wäre es mit dem Sommerfest in Lünow (Potsdam-Mittelmark) vorbei gewesen. Die langjährigen Organisatoren zogen sich zurück. Doch eine Gruppe junger Leute macht mit einem neuen Konzept einfach weiter – und stellte damit ein tolles Fest für die Menschen der Region auf die Beine.

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Eine neue Generation gestaltet das Lünower Dorfleben mit.

Quelle: Christine Lummert

Lünow. Das erste Ziel ist erreicht. Miriam Wulff greift zum Mikrofon und bedankt sich, noch mit einiger Aufregung in der Stimme, bei allen Mitorganisatoren und Besuchern für das gelungene erste Altweibersommerfest auf der Lünower Festwiese.

Dass aus dem traditionellen Sommerfest in Lünow in diesem Jahr ein Altweibersommerfest werden würde, war zum Anfang der heißen Jahreszeit noch nicht abzusehen. Den Anstrengungen der jüngeren Generation ist es zu verdanken, dass für die Dorfbewohner eine lieb gewordene Tradition nicht abreißt. „Wir haben erfahren, dass das Sommerfest in diesem Jahr nicht mehr stattfinden sollte“, erklärt Andy Holdys.

Lünow aus der Vogelperspektive

Lünow aus der Vogelperspektive.

Quelle: Dirk Fröhlich

Die langjährigen Organisatoren wollten sich von der Aufgabe zurückziehen. „In gemütlicher Runde haben wir dann überlegt, ob wir die Tradition weiterführen, denn das Sommerfest ist so ziemlich die einzige Veranstaltung, zu der viele Lünower zusammenkommen“, sagt Holdys. Die Entscheidung ist dann schnell positiv gefallen. Innerhalb von acht Wochen, trotz Sommerferien und Hitzewelle, wurde ein Team aus der jungen Generation zusammengetrommelt, um alles auf die Beine zu stellen.

Infos per WhatsApp-Gruppe

„Es haben sich 16 Mitstreiter gefunden und per WhatsApp-Gruppe haben wir uns auf dem Laufenden gehalten“, sagt Wulff. Vor allem für die Kinder sollte es beim Fest mehr Angebote geben. Die Kleinsten konnten im Feuerwehrauto der Roskower Wehr eine Runde drehen oder sich von der Feuerwehrspritze in der Hitze beregnen lassen.

Geschicklichkeitsspiele und Basteln standen auf dem Programm und die ältere Generation genoss Kaffee und Kuchen oder Leckeres vom Grill. Zur Musik von DJ Falk wurde bis in die Spätsommernacht getanzt. Aber das erfolgreiche Fest soll keine Eintagsfliege gewesen sein.

Es gibt wieder viele Kinder im Ort

„Wir denken daran, im nächsten Jahr einen Verein zu gründen, der sich für Belange des Dorfes einsetzen will“, sagt Holdys. Verschiedene Ideen wurden schon gesammelt. „Da es wieder viele Kinder im Dorf gibt, würden wir gern einen Spielplatz im Dorf schaffen“, erklärt Juliane Giese. Ein kleineres Projekt wäre ein neues Netz für den Beachvolleyplatz an der Festwiese. Problematisch sei auch der kleine Strand, der zwar keine offizielle Badestelle ist, aber trotzdem über Jahrzehnte von den Lünowern zum Baden genutzt wurde.

Inzwischen verschilft der Einstieg in den Beetzsee immer mehr und der Morast treibt die Dorfbewohner zum Baden schon in die Nachbarorte. Ob sich dort etwas verändern lässt, stehe aber noch in den Sternen.

Silvester in der Dorfbegegnungsstätte

Sicher ist hingegen, dass sich die Organisatoren des Altweibersommerfestes auch um den guten Rutsch ins neue Jahr kümmern. In der Dorfbegegnungsstätte sollen bis zu 60 Lünower zusammen Silvester feiern und für Ostern ist dann das nächste Fest geplant. „Ein Osterfeuer hatten wir in Lünow schon lange nicht mehr und diese Tradition wollen wir wieder aufleben lassen“, sagt Dennis Golze.

Von Christine Lummert

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