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Brandenburg/Havel Der Tanz des Pinsels: Tuschmalerei in der Helios-Klinik zu sehen
Lokales Brandenburg/Havel Der Tanz des Pinsels: Tuschmalerei in der Helios-Klinik zu sehen
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17:44 03.08.2018
Künstlerin Monika Taterra vor Bildern ihrer Ausstellung im Helios-Klinikum. Quelle: Christine Lummert
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Brandenburg/H

Die traditionelle asiatische Malerei funktioniert nach anderen Prinzipien als die europäische Kunst. Sich in diese Gedankenwelt einzufinden, war für Monika Taterra nicht ganz einfach. Zu welcher Meisterschaft die jahrelange Beschäftigung mit dem Thema jedoch führen kann, ist zurzeit im Brandenburger Helios-Klinikum in Hohenstücken zu sehen.

„Es freut uns ganz besonders, dass die Bilder im Gästebereich wieder für Farbe und Vielfalt an den Wänden sorgen“, betonte Karin Steffens, Projektleiterin am Klinikum, zur offiziellen Vernissage am Donnerstagnachmittag.

Verschiedene Motive und unterschiedliche Maltechniken

Eine Gruppe von Patienten, Angehörigen und Pflegern ließ sich bei einem kleinen Rundgang von der Künstlerin in die verschiedenen Motive, Maltechniken und Geschichten hinter den knapp zwei Dutzend Bildern der Ausstellung einführen.

„Ich habe einen breiten Querschnitt meiner Werke ausgesucht, mit Beispielen aus meiner Anfangszeit bis hin zu Bildern, die im letzten Jahr entstanden sind“, erklärte Taterra, die erst vor zehn Jahren mit der Malerei begonnen hat. Am Beginn stand damals ein Kurs, in dem der Umgang mit der Acryltechnik gelehrt würde. Abstrakte Formen auf Leinwand, oft Ton in Ton, sind aus diesem Einstieg in die Kunstwelt entstanden.

Mit dem Aquarellmalkasten hat es begonnen

Die Idee, doch einmal einen Pinsel in die Hand zu nehmen, liegt noch weiter zurück. „Seit mir mein Sohn im Jahr 2001 einmal ganz unverhofft eine Aquarellmalkasten geschenkt hat, blieb in meinem Hinterkopf immer der Gedanke haften, dass ich das einmal ausprobieren muss“, erklärte die Künstlerin, die 1956 in Falkensee geboren ist, inzwischen aber in Berlin lebt.

2002 bekam dieser eine abgespeicherte Gedanke, während eines dreimonatigen Aufenthalts in Peking, gute Gesellschaft. „Ich habe dort in dieser Zeit als Lehrerin gearbeitet und war sofort fasziniert von den Schriftzeichen und der asiatischen Tuschemalerei“, sagte Taterra.

Begeisterung für die Kunst der großen Meister

Zwischen der Begeisterung für die Kunst der großen Meister und den ersten eigenen Schritten, die hochstilisierten Motive der asiatischen Malerei selbst auf Reispapier zu verewigen, lagen noch viele Zwischenschritte. „Nach dem Einstieg mit Acryll folgte das Erlernen der Aquarelltechnik“, beschrieb Taterra ihren Weg.

Mit den Grundlagen im Gepäck, wagte sie sich dann auch an die viel geliebten asiatischen Motive, die nicht nur wunderschön aussehen, sondern auch symbolische Ausdruckskraft haben.

Die Lotusblume als Raum des Göttlichen

An den Wänden der Helios-Klinik ist beispielsweise eine Lotusblume zu sehen, die im asiatischen Raum für das Göttliche steht. „Der schnell wachsende Bambus symbolisiert den Sommer und die Jugend, die Chrysantheme hingegen den Herbst“, erklärte die Künstlerin ihren Zuhörern.

Ohne die Hilfe eines erfahrenen Lehrers, der von der speziellen Pinselführung über die Herstellung der Malfarben bis hin zum richtigen Umgang mit dem Reispapier, vieles genau erklärte, wären viele Bilder der Ausstellung nicht entstanden.

Ein Prozess der Meditation

„Das habe ich über Jahre bei einem koreanischen Zen-Meister in Berlin gelernt und dabei die Erfahrung gemacht, dass es bei der asiatischen Tuschemalerei nicht nur darum geht, Bilder zu erschaffen, sondern der ganze Prozess einer Meditation ähnelt“, beschrieb Taterra die Kunstform, die die eigene Gelassenheit befördert.

Mit dem Pinsel in der Hand steht die Künstlerin vor der weißen Fläche und lässt dann die Farbe über das Papier tanzen. Einige ihrer Bilder waren in Einzelausstellungen in Berlin und Brandenburg zu sehen, sowie in Gruppenausstellungen in New York, Basel, Zürich und Seoul. Inzwischen gibt Taterra ihr Wissen auch in eigenen Kursen an andere Interessierte weiter.

Zu sehen ist die Ausstellung „Die Welt der Farben“ von Monika Taterra im Helios-Klinikum in Hohenstücken noch bis zum 28. Februar 2019.

Von Christine Lummert

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