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Brandenburg/Havel Die Kunstmühle erwacht aus dem Winterschlaf
Lokales Brandenburg/Havel Die Kunstmühle erwacht aus dem Winterschlaf
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00:17 20.04.2017
Auch die künstlerische Leiterin Regina Stodtmeister (2.v.li.) kann über die Karikaturen Paul Pribbernows immer noch lachen. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Mötzow

Alle Jahre wieder feiert Heinrich Thiermann, Pächter des Domstiftsgutes Mötzow, mit vielen Gästen aus nah und fern die Eröffnung der Spargelsaison. Untrennbar damit verbunden ist die festliche Wiedereröffnung der Kunstmühle. Unter der ehrenamtlichen künstlerischen Leitung von Regina Stodtmeister sind dieses Jahr Arbeiten von Ina Tessnow, Marion Nohse und Paul Pribbernow zu sehen.

Kunstbetrachtung hat etwas mit Kontemplation zu tun. Doch konzentriertes Betrachten der Fotoarbeiten „Grüße aus der Mark“ von Ina Tessnow fällt in der ersten Etage der Kunstmühle nicht ganz leicht. Da die Ausstellungsräume im zweiten und dritten Geschoss, die in früheren Jahren immer eine Fotoausstellung und eine Kunstausstellung beherbergt haben, aus Brandschutzgründen immer noch gesperrt sind, muss sich die Fotokünstlerin das erste Geschoss mit den Werken von Paul Pribbernow teilen, sowie mit Exponaten von Handwerkskunst und edlem Trödel, beispielsweise Kaffeetafeln, die mit Sammeltassen gedeckt sind.

Ina Tessnow fotografiert seit gut 15 Jahren. Dabei komme es ihr nicht auf raffinierte Fototechnik an, erklärt sie den zahlreichen Gästen. Für sie ist die digitale Bearbeitung von Fotos, die sie mit einer kleinen Kompaktkamera geschossen hat, eine faszinierende Herausforderung. „Mit Farbe und Pinsel kann ich nicht umgehen“, gesteht die Fotografin. Das muss sie auch nicht können. Denn mit ihrer digitalen Bearbeitung kann sie die Fotos so verändern, als seien es impressionistische oder auch expressionistische Gemälde (wie das Bild „Mohnstrudel“). Interessant sind Tessnows Stadtlandschaften auf dunklem Grund mit leuchtenden Konturen.

Mit Herzblut hat der Rathenower Pfarrer Andreas Buchholz den Karikaturisten Paul Pribbernow vorgestellt. „Ein guter Witz lässt plötzlich eine ganze Welt aufleuchten, eine Welt von Gefühlen. Ein Witz lebt vom Unerwarteten, von der überraschenden Wende.“ Woher Pribbernow bloß seine Ideen nehme, fragt der Pfarrer. Er sei ein Merker und ein Märker. Fakt ist: Bei dem Karikaturisten sprudeln die Ideen seit Jahren unvermindert. Er denkt das Unerwartete mit dem Seienden zusammen und schon ist wieder ein Witz über den deutschen Michel gelungen. Davon gibt es einige in der neuen Ausstellung in der Kunstmühle zu belachen. „Et cetera pp“, ruft der Pfarrer dem Künstler zu. „Weiter so, Paul Pribbernow.“

Platzprobleme hatte die Hobbykünstlerin Marion Nohse nicht, die mit ihren Blumenbildern im Gewölbekeller unter der Kunstmühle „Momente des Gkücks“ versprach. Die Blumenportäts sind zwar technisch gut gemalt, aber so realistisch, dass beim Betrachter keinerlei Spannung aufkommt. Alles, was man an einer Blume entdecken kann, ist gnadenlos dargestellt. Glücksmomente? Die Fülle der grellen Blumenbilder wirkt eher einschüchternd.

Wie weiter mit der Kunstmühle? Das Bauamt habe verlangt, als Brandschutzmaßnahme die beiden oberen Stockwerke vollständig mit Glas zu verkleiden, berichtet Heinrich Thiermann. Das habe er abgelehnt. „Eine Verglasung würde den Charakter der Räume total verändern.“ Jetzt soll von außen eine Feuertreppe angebaut werden. Diese Maßnahme müsse aber mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden, so der Pächter des Gutes.

Von Ann Brünink

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