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Die Linke hat ein neues Führungs-Duo

Brandenburg an der Havel Die Linke hat ein neues Führungs-Duo

Die Linken in der Stadt Brandenburg an der Havel hatten diesmal echt eine Wahl – zumindest beim weiblichen Teil des neuen Führungs-Duos. Hier setzte sich auf Empfehlung der alten Spitze Ilona Friedland statt Heidi Hauffe durch, die gemeinsam mit Andreas Kutsche die 163 aktiven Linken führen wollte.

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Traum-Doppelspitze geplatzt: Statt Heidi Hauffe (rechts) bildet Ilona Friedland das Führungsduo mit Andreas Kutsche.

Quelle: Ruediger Boehme

Brandenburg/H. Ilona Friedland und Andreas Kutsche bilden das neue Führungs-Duo bei der Linken in der Stadt. Sie lösen damit Elke Kroll und Lutz Krakau ab, die sich beide nicht wieder um die Spitzenposten beworben hatten.

Beworben hatte sich zudem Heidi Hauffe, die unbedingt mit Kutsche die Doppelspitze bilden wollte, beide warben sogar mit einer Postkarte, auf der sie ihre Gemeinsamkeiten herausstellten – ihre Gewerkschaftertätigkeit und die gemeinsame Basisorganisation Dom. Am Ende kam Hauffe auf knapp 39 Prozent, Friedland auf knapp 57 und Kutsche auf gut 82 Prozent der 57 gültigen Stimmen.

Noch immer nagt an den Linken das Scheitern der Rathauskooperation mit der CDU vor zwei Jahren, die an der Basis durchaus umstritten war und erst nach einem Votum der Mitglieder zustande kam. Hauffe war damals eine Gegnerin des losen Bündnisses, sie hintertrieb es sogar, statt Mehrheitsbeschlüsse anzuerkennen, musste sie sich unter anderem von Wolfgang Erlebach vorhalten lassen, den die Kooperation als Sozialbeigeordneten ins Rathaus spülte. Auch machte sie bei ihrer Bewerbungsrunde keine glückliche Figur. Die Frage, wie sie künftig mit Mehrheitsbeschlüssen umgehen wolle, beantwortete sie missverständlich, sie könne ja dann bestimmen.

Der scheidende Vorsitzende Lutz Krakau sprach sich bei der weiblichen Spitze eindeutig für Ilona Friedland aus, die über gute Erfahrungen bei der Parteiarbeit und über eine hohe Integrationsfähigkeit verfüge. Friedland kündigte an, nach ihrer Wahl auf den Fraktionsvorsitz in der Stadtverordnetenversammlung zu verzichten, sie wolle fortan nur einfache Stadtverordnete sein. Ihre frühere IM-Tätigkeit fürs MfS der DDR spielte keine Rolle bei der Wahl. Sie selbst wolle sich der Parteiaufgabe mit aller Kraft widmen, zum Jahresende scheidet sie aus dem Berufsleben aus nach 25 Jahren als Geschäftsführerin in kommunalen Wohnungsgesellschaften. Der am städtischen Klinikum als Gewerkschafter tätige Kutsche will künftig inaktive Mitglieder zu mehr Mitmachen bewegen, eine „öffentliche BürgerInnen-Bewegung“ organisieren und „von westdeutschen Kommunen lernen, wie es die Linken dort schaffen, Mitgliederzuwächse zu erreichen“.

Die örtliche Linke hat derzeit 163 Mitglieder. Elke Kroll beklagte in ihrem Rechenschaftsbericht, dass in Wahlkämpfen nur wenige Mitglieder aktiv unterstützt hätten, dass es eine unzureichende Öffentlichkeitsarbeit gibt und die Linke in der Kooperation nicht geschlossen genug aufgetreten sei. Trotz ausdrücklicher Aufforderung durch Kroll und Krakau gab es keinerlei Diskussion dazu. Im Vorstand sitzen nun Uta Sändig und Werner Müller als Vize, Petra Zimmermann als Finanzchefin und unter anderem Krakau.

Einstimmig sprachen sich die Linken für Jan van Lessen als OB-Kandidaten aus.

Von André Wirsing

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