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Brandenburg/Havel Die Linken-Doppelspitze tritt ab
Lokales Brandenburg/Havel Die Linken-Doppelspitze tritt ab
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20:28 20.10.2017
Die Linken Wolfgang Erlebach und Lutz Krakau. Quelle: Foto: J. Steiner
Brandenburg/H

Bei den Brandenburger Linken wird es Ende November zu einem Führungswechsel kommen. Wie Freitag der Parteivorsitzende der Linken Lutz Krakau bestätigte, wird die Doppelspitze aus ihm und Elke Kroll beim Parteitag nicht wieder kandidieren. Das ist keine Überraschung. Schon vor zwei Jahren beim Parteitag der Linken hatte Krakau deutlich gemacht, dass er nicht mehr lange an der Spitze der Brandenburger Partei stehen wolle und auf eine Verjüngung setze.

Wie die MAZ erfuhr, gibt es eine ganze Reihe Kandidaten, die sich in das fünfköpfige Führungsteam der Partei wählen lassen wollen. Der amtierende Betriebsratsvorsitzende des Brandenburger Klinikums Andreas Kutsche wird als einer der beiden Vorsitzenden seinen Hut in den Ring werfen. „Ja, ich stehe bereit“, sagt Kutsche zur MAZ. „Und ich werde ihn vorschlagen“, sagt Krakau.

Dem Vernehmen nach habe ein weiterer Genosse zumindest Interesse angemeldet, sagt Krakau. Auch Heidi Hauffe wirft ihren Hut in den Ring, um mit Kutsche als Doppelsitze zu arbeiten. Beide kommen aus der linken Basisorganisation (BO) Dom, die sich vor gut zwei Jahren gebildet hatte und von der der entschiedene Widerstand der Linken gegen die Rathauskooperation mit der CDU von Dietlind Tiemann befeuert wurde.

Wie berichtet, war die Kooperation 2016 nach erheblichen Konflikten aufgelöst worden, obwohl die Linken mit Wolfgang Erlebach einen Beigeordneten im Rathaus stellen. Die Linken wurden – ohne schriftliche Vereinbarung - durch den Verein Bürger für Bürger und die AfD ersetzt. Zusammen verfügen die drei Gruppierungen in der SVV über die Mehrheit – die Linken bilden mit der SPD und den Grünen die Opposition. Ebenfalls an die Spitze der Linken will Ilona Friedland. Sie gibt zum Jahresende ihren Posten bei der Wohnungsbaugesellschaft im Amt Mellensee auf und will dann verstärkt Politik machen.

Das seine Sympathien eher bei Heidi Hauffe liegen, verschweigt Krakau nicht. Allerdings glaubt er auch nicht, dass Friedlands Spitzeleien als IM für die Staatssicherheit der DDR heute noch bei der Wahl an die Spitze der Partei relevant wären. Krakau: „Die Stasi-Vergangenheit hat doch auch in der SVV oder bei der CDU in den zurückliegenden Jahren niemanden mehr interessiert. Weder bei Ilona noch bei Dirk Stieger. Das Thema ist abgehakt.“ Wie allerdings der gemeinsame OB-Kandidat Jan van Lessen zum Thema Stasi-IM stehe, will Krakau beim nächsten Gespräch abfragen.

Auch beim Amt des Stellvertreters wird es zur echten Wahl kommen. Als Vize kandidieren Uta Sändig und Heike Jacobs. Auch Werner Müller werden Ambitionen für das Vize-Amt nachgesagt. Jacobs und Sändig sind beide Stadtverordnete. Sändig hatte im September selbst eigene Genossen vor den Kopf gestoßen, als sie kurz vor der Wahl das Engagement hunderter Brandenburger beim Fashion Day als „geistigen Dünnschiss“ bezeichnete und sich trotz Protesten dafür auch nicht entschuldigte.

Von Benno Rougk

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