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Die Linken wollen wieder kommunale Kitas

Brandenburg an der Havel Die Linken wollen wieder kommunale Kitas

René Kretzschmar (Linke) fordert eine größere Trägervielfalt in der Havelstadt: Im Jahr 2013 wurde die letzte kommunale Kita in der Brandenburg an der Havel geschlossen, seitdem befinden sich alle Kindereinrichtungen der Stadt in freier Trägerschaft. Kretzschmar sieht viele Vorteile in kommunalen Kita-Trägerschaften.

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Geplanter Kita-Neubau in der Bauhofstraße.

Quelle: Köber-Plan

Brandenburg/H. Die letzte kommunale Kita in Brandenburg wurde 2013 geschlossen. Alle Kinderhäuser in der Stadt sind in freier Trägerschaft – die Linken wollen daran etwas ändern. In ihrem Beschlussantrag an die Stadtverordnetenversammlung fordern sie, dass die durch die Wobra geplante Kindereinrichtung in der Bauhofstraße von der Kommune betrieben wird.

Bereits in der Planungs- und Bauphase könne so Einfluss auf die bauliche und pädagogisch fachliche Ausrichtung der Einrichtung, deren erster Spatenstich im Juli geplant ist, genommen werden. Zudem fordert die Linken-Fraktion, dass generell bei kommunal geplanten Kita-Neubauten geprüft werden müsse, ob die Möglichkeit besteht, diese kommunal zu betreiben.

„Zu einer vom Gesetzgeber angestrebten Trägervielfalt gehören auch kommunal geführte Einrichtungen“, sagt der Fraktionschef René Kretzschmar. „Unter kommunaler Trägerschaft sieht man Engpässe schneller kommen und man muss nicht auf die Zuarbeiten der freien Träger warten“, ist er überzeugt. Zudem könne man als Kommune flexibler auf die Bedürfnisse von Kindern und Eltern reagieren. Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben könne verbessert werden, indem etwa die Öffnungszeiten den Bedürfnissen der Eltern angepasst werden.

Zudem gebe es bei der Lösung von Problemen, was etwa die Unterbringung von Kindern betrifft, unmittelbare Handlungsmöglichkeiten ohne die Einbeziehung Dritter. Weiterhin werde eine direkte Einflussnahme durch eine rechtsverbindliche Gebührensatzung für alle Einrichtungen möglich.

In dem Beschlussantrag heißt es außerdem, dass kommunale Kitas eine Vorbildwirkung bei Weiterbildungsmaßnahmen, Pilotprojekten und einer tarifgerechten Entlohnung haben können. Infrage stellen möchte René Kretzschmar die Kitas in freier Trägerschaft nicht, es sollen lediglich kommunale Zusatzangebote bei der ohnehin schon angespannten Bedarfslage entstehen.

Von Melanie Höhn

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