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Brandenburg/Havel Die Lünower Dorfkirche taugt zum Tonstudio
Lokales Brandenburg/Havel Die Lünower Dorfkirche taugt zum Tonstudio
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05:55 28.09.2016
Evgeny Beleninov vor der Lünower Kirche. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Lünow

Die Turmspitze ist wieder dicht, das Baugerüst verschwunden. Gerade noch rechtzeitig genug für das Projekt von Evgeny Beleninov. Der klassische Gitarrist aus Moskau, der in Berlin lebt, hat lange nach einem idealen Aufnahmeort für seine erste CD gesucht. In Lünow wurde der Musiker mit Hilfe von Pfarrerin Johanna Martina Rief fündig.

Die ruhige Lage des Beetzsee-Dorfes, das vom Durchgangsverkehr verschont ist, hat den Meister-Gitarristen überzeugt. „Nur ab und zu kräht mal ein Hahn. Das stört uns aber nicht. Man fühlt sich wie im Urlaub. Außerdem hat die kleine Kirche eine hervorragende Akustik. Hier kann ich mich ganz auf die Musik konzentrieren“, schwärmt Beleninov.

Tontechniker Arnaud Orieux. Quelle: Frank Bürstenbinder

Zusammen mit dem Aufnahmetechniker Arnaud Orieux verwandelte der Musiker das von einem Förderverein vor dem Verfall gerettete Gotteshaus in ein provisorisches Tonstudio mit Mikrofonen, meterlangen Kabelsträngen und Verstärkertechnik. Beleninov selbst reichte ein Stuhl und ein Notenständer vor dem Altartisch. Tontechniker Orieux baute seinen Arbeitsplatz samt Laptop und Aufnahmetechnik im Vorraum der Kirche auf.

Zwar spielte Beleninov vor leeren Bänken, doch der Künstler möchte sich gern im kommenden Jahr mit einem Konzert für die Gastfreundschaft bedanken. Der Kulturförderverein Lünow organisiert in jedem Jahr mehrere Veranstaltungen, deren Erlöse dem Erhalt des Bauwerkes dienen.

Evgeny Beleninov spielt in Lünow klassische Gitarrenwerke lateinamerikanischer Meister ein. Quelle: Frank Bürstenbinder

Beleninov schloss vor vier Jahren an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin sein Master-Studium mit Auszeichnung ab. Seine erste CD widmet der gebürtige Russe lateinamerikanischen Komponisten wie Heitor Villa-Lobos, dem größten brasilianischen Komponisten überhaupt.

Villa-Lobos hinterließ der klassischen Gitarrenwelt berühmte Etüden. Kombiniert werden die zwölf Etüden mit einem weiteren Meister der südamerikanischen Musik – Astor Pizella, dessen konzertanter Tango im 20. Jahrhundert die großen Bühnen der Welt und nun die Lünower Kirche eroberte. Freunde klassischer Gitarrenmusik müssen noch bis 2017 warten. Dann soll die in Lünow eingespielte CD auf den Markt kommen.

Von Frank Bürstenbinder

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