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Brandenburg/Havel Die Mormonen-Familie aus der Bäckerstraße
Lokales Brandenburg/Havel Die Mormonen-Familie aus der Bäckerstraße
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11:03 17.10.2016
Immer sonntags versammeln sich Brandenburgs Mormonen in der Bäckerstraße. Füreinander da sind sie auch an allen anderen Tagen. Austin Hopkins und Peter Blackham sind als zweiter und dritter von rechts zu sehen.   Quelle: Rüdiger Böhme
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 Vielweiberei? Elder Austin und Elder Peter wissen was viele Nichtmormonen glauben, über Mormonen zu wissen. Doch in ihrer Kirche und der Mormonen-Gemeinschaft in der Altstadt besteht die Familie wie anderswo aus einem Mann, einer Frau und Kindern.

Die beiden Amerikaner Austin Hopkins (20) aus Utah und Peter Blackham (20) aus Chicago versehen derzeit ihren Missionarsdienst in Brandenburg, dorthin wurden die beiden jungen Gläubigen der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ gesandt.

Das Gemeindezentrum der Mormonen befindet sich bereits den 80-erJahren in der Altstadt, genauer gesagt in der Bäckerstraße 16. Noch zu Zeiten der DDR kauften die Mormonen das Grundstück, die schon vor dem Ersten Weltkrieg Mitglieder in Brandenburg hatten.

In den folgenden Jahren rissen die neuen Eigentümer das Vorderhaus und schufen durch Rekonstruktion und Umbau das heutige Gemeindezentrum, in dem die Kirchenmitglieder sich jeden Sonntag versammeln.

Die Brandenburger Gemeinschaft der Mormonen versammelt sich immer sonntags, am ersten Sonntag des Monats wird gefastet, spenden die Mormonen zwei Mahlzeiten nach draußen, wie Peter Blackham erklärt. Helfen tun sie einander an allen Tagen, schließlich verstehen sie sich als eine große Familie.

Die beiden Missionare auf Zeit tragen die Bezeichnung Elder und sind nur für mehrere Monate in Brandenburg. Sie leben in einer Wohngemeinschaft in der Nähe, die übrigen etwa 30 Brandenburger wohnen über die Stadt und das Umland verteilt.

Die beiden Elder werben auf der Straße und an der Haustür für ihren Glauben, der im frühen 19. Jahrhundert in den USA seinen Ursprung hat. Sie fallen auf durch ihre stets korrekte Kleidung, ihren stets freundlichen Umgang und ihre Hilfsbereitschaft. „Wir lassen unserer Lichter leuchten“, sagt Elder Austin, der die hundert Meter in 11,1 Sekunden schafft und nach seiner Heimkehr in die USA Sportmedizin und Physiotherapie studieren wird.

Mit einem Lächeln geben die Missionare zu, dass es manchmal anstrengend ist, so gekleidet zu sein. Andererseits sind sie durch den förmlichen Aufzug erkennbar. „Wer in Not ist, kann zu uns kommen, wir versuchen zu helfen“, versichert Elder Peter, der vor seinen beiden Missionarsjahren gearbeitet hat, um sich den Aufenthalt in Deutschland leisten zu können.

„Wir sind freundlich, ohne Heuchler zu sein“, versichert Elder Austin sehr glaubhaft. Das ändert sich auch nicht, wenn sie, wie in Westdeutschland geschehen, angepöbelt werden. Die Brandenburger erleben die beiden als „sehr liebe nette Leute“, selbst wenn sie anderen Vorstellungen leben. Gelegentlich laden die jungen Amerikaner erfolgreich jemanden zur Versammlung ein. Der eine kommt vielleicht nur einmal, andere öfter, weniger für immer.

Die Vielweiberei ist eine Mär. Die bürgerliche Kleinfamilie dagegen steht im Mittelpunkt. Mormonen möchten in der Familie leben oder eine Familie gründen. Austin Hopkins: „Man kann Gott und die Welt ohne die Familie nicht verstehen“.

Auch deshalb beschäftigen sich Brandenburgs Missionare mit den Stammbäumen ihrer Familien. Elder Peter ist mit seiner Forschung schon im Mittelalter angekommen.

Von Jürgen Lauterbach

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