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Brandenburg/Havel Die Narren nehmen ihre Kappen ab
Lokales Brandenburg/Havel Die Narren nehmen ihre Kappen ab
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17:51 10.02.2016
Rückgabe des Altstadtschlüssels an Dietlind Tiemann. Quelle: A. Rostalski
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Brandenburg/H

Am Aschermittwoch ist alles vorbei! Ganz so dramatisch, wie es Jupp Schmitz in seinem Karnevalslied aus dem Jahr 1953 einst besungen hat, ist es zwar nicht. Die eine oder andere wehmütige Träne dürfte den Brandenburger Karnevalisten am Aschermittwoch dann aber doch über die Wangen gekullert sein.

Denn für einen echten Jecken – egal, welchen Vereinsfarben er angehört – bedeutet der Aschermittwoch alljährlich eben nicht nur, für mehr als ein halbes Jahr zum letzten Mal in die Karnevalsuniform zu schlüpfen. Zu viele Erinnerungen haben sie in den vergangenen Wochen und Monaten geschaffen.

Traditionell versammelten sich auch die Senatoren, die Vereinsspitze und das Prinzenpaar des BKC am Vormittag im Vereinsheim am Brandenburger Wiesenweg, um dort den Schlüssel der Stadt an die Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann zurück zu geben. In einem sehr, sehr ausführlichen Rückblick beschrieb die BKC-Präsidentin Jaqueline Damus die Höhepunkte der zurückliegenden Monate. Sie lobte ausführlich das rege Tun der Vereinsmitglieder, dankte fast jedem Unterstützer namentlich und hob insbesondere das Engagement des diesjährigen Schirmherren Volker Podzimek hervor, der dem Verein bei der Ausgestaltung der BKC-Veranstaltungen und des Landestanz-Turniers der Garden erheblich unter die Arme gegriffen hatte.

Lob für die engagierten Vereinsmitglieder

Im Anschluss übernahm die Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann, die selbst dem Senat des BKC angehört, die symbolischen Schlüssel zur notorisch klammen Stadtkasse und dem Rathaus, die die BKC-Narren seit dem 11.11. gehütet hatten. Ihren Bürgermeister Steffen Scheller wies Tiemann an, seinerseits dafür zu sorgen, dass auch der Schlüsselbund, der derzeit noch beim KCH liegt, wieder an die richtige Stelle kommt. Nach der langen Rede der Präsidentin, meinte Tiemann mit einem wohldosierten Seitenhieb, könne sie sich ja darauf beschränken ganz kurz und global Danke zu sagen.

Es sei ihn zudem eine Ehre gewesen, die höchste Ehrung des Vereins, den Märkischen Mimen, in diesem Jahr in Empfang nehmen zu dürfen. Er war ihr, so hieß es in der Laudatio, vor allem dafür verliehen worden, dass sie vor nunmehr fast 13 Jahren das Loch auf dem Neustädtischen Markt hatte zuschieben lassen und damit den Starschuss für eine ansehnliche Aufholjagd in der Entwicklung der Stadt Brandenburg gab.

Schlüssel geht zurück an die Verwaltung

Kein Rückblick ohne Ausblick: Auch in der kommenden Saison will der BKC seine mehrere hundert Mitglieder dazu bewegen, etwa ein Dutzend Großveranstaltungen auf die Beine zu stellen. Im April wird ein neuer Vereinsvorstand gewählt, der wohl der alte sein könnte. Veränderungen könnte es bei den Senatoren geben. Dort wird auch im April ein Senatskanzler gewählt. Der Amtsinhaber Klaus Windeck hatte bei der Wahl vor zwei Jahren gesagt, dies sei seine letzte Amtszeit gewesen. Wer allerdings Interesse daran hat, die Senatoren nach innen und außen künftig zu vertreten, ist offen.

Traditionell schloss der Aschermittwoch beim BKC mit einem üppigen Heringsessen, organisiert von Steffen Lindner.

Von Philip Rißling und Benno Rougk

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