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Die Qual der Wahl für die Touristen-Radler

Liegengebliebene Buga-Projekte in Brandenburg an der Havel Die Qual der Wahl für die Touristen-Radler

Vor der Bundesgartenschau wurde die Zeit zu knapp, andere Brücken und Wege entlang der Havel und der Kanäle waren wichtiger. Nun wird in Brandenburg an der Havel ein zweiter Mühlengraben-Übergang gebaut – von Oktober bis Dezember sollen die Arbeiten dauern. Und siehe da – für weniger als ein Sechstel der geplanten Bausumme.

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Der Mühlengraben wurde erst 2007 wieder freigelegt.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg an der Havel. Was einmal geplant wurde, ist auch umzusetzen, selbst wenn der eigentliche Anlass dann vorbei ist. Einen Tag nach dem Schließen der Buga-Tore beginnen am 12. Oktober die Arbeiten zum Bau einer neuen Brücke über den Mühlengraben für Fußgänger und Radfahrer.

Zwei Monate Bauzeit

Ein entsprechendes Ausschreibungsverfahren hat die Verwaltung nun angestoßen. Gesucht wird eine Firma, die bis zum 11. Dezember das Bauwerk in zwei Monaten errichtet. Radler und Spaziergänger können dann in Verlängerung der Straße An der Stadtschleuse über den Mühlengraben zur Kanalstraße und zum Theaterpark gelangen.

„Ursprünglich hatten wir früher opulent mit drei Wegeverbindungen an der Havel geplant, jetzt werden es zwei“, sagt Stadtentwicklungsbeigeordneter Michael Brandt (CDU). Neben dem neuen Fuß-/Radweg vom Wiesenweg über die beiden Brücken Stadtkanal und Jacobsgraben soll nun eine weitere Verbindung entstehen. „Der Passant oder Ausflügler soll wählen können“, sagt Brandt. Aus Richtung Steintorturm/ altes C&A-Kaufhaus kann er entweder in Höhe des Alexa-Altenheimes den Mühlengraben überqueren und zur Bauhof- beziehungsweise Kanalstraße gelangen oder er gelangt auf geradem Wege zur neuen Brücke.

Das Idyll inmitten der Stadt Brandenburg

Das Idyll inmitten der Stadt Brandenburg.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Nun deutlich abgespeckt

Für die Querung gibt es Förderung vom Land, das Geld wird schon geraume Zeit von der Stadt geparkt. „Seitens der Stadtverordneten haben wir ja immer die Diskussion, dass wir zu viele Strafzinsen zahlen müssen, weil wir auf nicht ausgegebenen Fördermitteln sitzen, deshalb wollen wir diese Maßnahme vor dem Jahresende erledigt haben.“

Vier 12-Meter-Stützpfeiler

150 Kubikmeter Boden müssen für die Brückenpodeste bewegt werden.

Vier Pfähle von jeweils zwölf Metern Länge werden ins Erdreich gepresst.

Aus sechs Kubikmetern Beton und zwei Tonnen Bewehrungsstahl besteht der 30 Quadratmeter große Brückenüberbau.

Ein Holzbodenbelag, Stahlgeländer und zwei Leuchten werden darauf montiert.

Für die Weg-Anschlüsse werden 200 Quadratmeter Schottertragschicht und Asphalt eingebaut.

Ringsum werden noch zwei Bäume sowie 360 Sträucher und Pflanzen gesetzt.

Ursprünglich war sogar einmal ein Baukostenbetrag von etwa einer Million Euro für das Bauwerk geplant worden. Zum Vergleich: Das wäre ähnlich aufwendig wie die anderen beiden Buga-Brücken, die zusammen mehr als 3,3 Millionen Euro gekostet haben. Das neue Projekt ist nun deutlich abgespeckt, es wird ein schlichter Übergang nach dem Vorbild der anderen Grabenquerung. Mit Rücksicht auf die laufende Ausschreibung hält sich Brandt mit den Zahlen zurück, Experten schätzen den Aufwand auf etwa 100.000 Euro (siehe Infokasten).

Von André Wirsing

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