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Brandenburg/Havel Die Safari zum eigenen Frauen-Autohaus
Lokales Brandenburg/Havel Die Safari zum eigenen Frauen-Autohaus
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10:20 18.10.2016
Annik Rau (rechts) gibt Stefanie Katte auf deren Unternehmerinnen-Safari wertvolle Tipps. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Hinter Stefanie Katte liegt eine einwöchige Safari, ganz ohne Löwen, Serengeti und Flugreise. Die Rückkehrerin aus Westdeutschland hat sich in der vergangenen Woche auf Safari durch die Welt der Selbstständigkeit begeben. Die Kauffrau aus Wenzlow möchte ein Autohaus für Frauen aufbauen. Annik Rauh und vier andere Unternehmerinnen erklärten ihr, worauf es vor einer Firmengründung ankommt.

Die Idee ist noch ziemlich frisch, den Anstoß hat mir meine Mutter gegeben“, erzählt Stefanie Katte (29). In ihrem Kopf nimmt es bereits Formen an, das auf die Beratung und die Wünsche von Frauen einstellt, ihnen das Gefühl gibt: Okay, gar nicht schlimm, dass du nicht weißt was das Electronic Stability Control ist. Ich bin da, halte Dich nicht für blöd und erkläre es dir.

Ihren Anspruch erklärt die Gründerin so: Für Frauen „altersgemäß und bedarfskompatibel“ ihr Auto zu finden. Offen sind noch einige Dinge: Etwa, ob der Betrieb eine eigene Werkstatt haben wird und ob dort dann nur Frauen arbeiten. Klar ist, dass auch Männer als Kunden willkommen sein sollen.

Die Anhaltinerin, die nach neun Jahren im Altmühltal zurück in die vertrautere Gegend wollte und mit ihrem Mann mit Wenzlow das passende Dorf fand, ist vom Fach. Sie hat Bürokauffrau in einem Autohaus gelernt und als Service-Assistentin gearbeitet. Ihr Ehemann ist wie sie etwas autoverrückt, schraubt selbst gern und will die Firmengründung unterstützen.

Wertvolle Unterstützung hat die angehende Unternehmerin bei Frauen gefunden, die sich mit eigenen Firmen bereits erfolgreich auf Markt behaupten. Die Brandenburger Gastronomin Annik Rauh (39) gehört zu einem Zusammenschluss von Berliner und Brandenburger Unternehmerinnen, die anderen Frauen Mut machen wollen, sich selbstständig zu machen.

Annik Rauh und ihre Mitstreiterinnen laden regelmäßig ein zur sogenannten Unternehmerinnen-Safari. Die Gründerin darf sich als Praktikantin für jeweils einen Tag bei einer Vorbild-Firmenchefin schlau machen – darüber wie toll Selbstständigkeit sein kann, mit welchen Haken und Ösen sie gleichwohl rechnen muss, was sie beachten sollte, welche praktischen Schritte sie bis zur Geschäftseröffnung gehen muss.

Annik Rauh, Marienbad-Bistrobetreiberin und langjährige Fontebar-Chefin, ist die fünfte und letzte Camp–Betreuerin für Stefanie Katte nach vier Firmenbesuchen in Berlin. Der Kopf ist nun schon ziemlich voll, aber auch aus ihrer Brandenburger Station saugt Stefanie Katte jede Menge Honig.

Annik Rauh kann ihr aus eigener Erfahrung viel berichten über die Vereinbarkeit von Familie und Selbstständigkeit, über die Unmöglichkeit, Privates und Beruf zu trennen, wann und wie die erziehende Unternehmerin die Reißleine ziehen muss. Ihre Zuhörerin weiß die vielen Topps zu schätzen.

Das Autohaus für Frauen kann kommen, nach dem Safari-Abenteuer will sich die Wenzlowerin wie eine Löwin in die Selbstständigkeit vorkämpfen. „Alle Safari-Besuche in dieser Woche waren sehr hilfreich, jetzt bin ich erst recht motiviert“, versichert die Camp-Teilnehmerin.

Von Jürgen Lauterbach

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