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Brandenburg/Havel Die Sage vom versunkenen Dorf
Lokales Brandenburg/Havel Die Sage vom versunkenen Dorf
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09:43 24.07.2013
Ines Budick amWusterwitzer See. Ganz im Hintergrund die Landzunge Werdereck. Quelle: Nack
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Wusterwitz

 „Im Sommer 1968 war das“, erinnert sich die 50-Jährige. Da sie in der Seestraße in Wusterwitz bei Tante Monika Hohenstein, Oma Dorchen Lucke und den Großeltern Lieschen und Bruno Figura die Ferien und Wochenenden verbrachte, lernte sie auf Werdereck schwimmen. „Weil es die nächstgelegene Badestelle war.“ Heute sei diese zugewachsen. „Tante Monika und Papa Gerhard haben mich abwechselnd an den überkreuzten Trägern meines Badeanzugs gepackt und ich musste im Wasser im Kreis die Bewegungen ausführen“, erzählt sie. Es dauerte nicht lange und Ines hatte es drauf.

Schon als Mädchen wollte sie über den See bis zum Lankenweg. Um sie von Alleingängen abzuhalten, erzählte ihre Tante ihr die Sage vom versunkenen Dorf Wusterwitz. Jeder, der versuche über den See zu schwimmen, würde mit dem Bauch an der Kirchturmspitze hängenbleiben. „Da ich nicht daran baumeln wollte, wagte ich mich ohne Begleitung nie weiter als bis zur Hälfte“, erzählt sie. Damals habe es auf Werdereck viele Schwäne und Kiebitznester auf der Wiese gegeben. Das Rückenschwimmen guckte sie sich von anderen ab. „Nur kraulen mit dem Kopf unter Wasser war nicht mein Ding“, sagt Ines Budick.

Beim Schwimmunterricht in der dritten Klasse schaffte sie auf Anhieb das Abzeichen in Gold, bei der Kinder- und Jugendspartakiade der Stadt Brandenburg einen dritten Platz. Doch die Entfernung mit der Straßenbahn vom Finkenweg in Kirchmöser, wo sie mit ihren Eltern wohnte, bis zum Marienbad vereitelte eine mögliche Karriere im nassen Element. „Ich bin vom Sternzeichen zwar Steinbock, aber vermutlich ein schwimmender“, sagt die 50-Jährige, die früher mit ihren im Werk für Gleisbaumechanik arbeitenden Eltern jedes Jahr im Trabi nach Rügen zum Zelten fuhr und die Ostsee im vorigen Jahr als Urlaubsort wiederentdeckt hat.

Schwimmen sei nicht nur lebenswichtig, sondern bedeutet für sie auch ein Stück Lebensqualität. Die Lehrerin findet es schlimm, dass es immer weniger Kinder richtig beherrschen. An der Berufsorientierten Schule, an der sie Deutsch und Englisch unterrichtet, fahre Sportlehrerin Birgit Teschendorf mit Siebentklässlern ein Vierteljahr zum Schwimmen. Budicks zwei Söhne, die in der dritten Klasse einen Kurs besuchten, hätten es mit Opa Gerhard am Strand in der Grenzstraße gelernt. Diese Badestelle, die vor vier Jahren mit Hilfe von Anwohnern und der „Neptun“-Gartensparte mit gesponsertem Sand nebst neuem Beachvolleyballplatz umgestaltet wurde, liegt nicht weit weg von ihrem Haus. „Wusterwitz ist meine wunderschöne Kindheit“, sagt Ines Budick, „aber ich bin Kirchmöseranerin durch und durch.“

Von Claudia Nack

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