Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° Regen

Navigation:
Die Stadtwerke-Fahrzeugflotte wird elektrisch

Brandenburg an der Havel Die Stadtwerke-Fahrzeugflotte wird elektrisch

Jetzt soll auch der Stadtwerke-Fuhrpark elektrisch werden: Die ersten beiden E-Autos sind bei den Stadtwerken in Brandenburg an der Havel nun in Betrieb gestellt worden – ein Pkw Renault Zoe für den Meisterbereich, ein Transporter Nissan ENV 200 als Fahrzeug für die Installateure.

Voriger Artikel
Kein Schadensersatz vom Müllpaten
Nächster Artikel
Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiter freundlich

Gemeinsam für Elektromobilität: Geschäftsführer Gunter Haase (rechts) und Projektchef Andreas Friedrich.

Quelle: Ruediger Boehme

Brandenburg/H. Jetzt soll auch der Stadtwerke-Fuhrpark elektrisch werden: „Wir sondern alte Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren aus und ersetzen sie durch elektrisch betriebene“, kündigt Geschäftsführer Guter Haase an. Die ersten beiden E-Autos sind nun in Betrieb gestellt worden – ein Pkw Renault Zoe für den Meisterbereich, ein Transporter Nissan ENV 200 als Fahrzeug für die Installateure. „Es war ein längerer Auswahlprozess, der Markt ist noch nicht so breit. Doch fahren unsere Mitarbeiter am Tag Strecken zwischen 30 und 60 Kilometern Länge, da ist das Reichweiten-Problem nicht so akut“, sagt Haase.

Der angeschaffte Zoe schafft laut Werksangabe 400 Kilometer mit einer Ladung, auf dem Display erscheinen aber nur 300 Kilometer Reichweite. Voll geladen wird er in dreieinhalb bis vier Stunden. „Wir haben natürlich auch bedacht, dass es nicht nur Schönwetterautos sind, sondern auch in der kalten Jahreszeit bewegt werden, wenn Heizung, Scheibenwischer und Scheinwerfer gleichzeitig angeschaltet sind“, sagt Andreas Friedrich. Er ist im Unternehmen für die Elektromobilität zuständig.

Der Nissan-Transporter ist Deutscher Nutzfahrzeug-Sieger 2016. Er sei besonders geeignet für das Unternehmen, denn er kann bis zu 770 Kilogramm Werkzeug, Technik und Material aufnehmen. Die Stromkosten belaufen sich bei 1,45 Euro auf 100 Kilometer, hat Friedrich ausgerechnet. Die Stadtwerke hätten sich auch entschieden, die Batterien nicht zu mieten, das hätte 66 beziehungsweise 88 Euro in jedem Monat zusätzlich gekostet. Also wurden die Energiespeicher gekauft. Nissan beispielsweise garantiere eine Haltbarkeit über sieben Jahre beziehungsweise 150.000 Kilometer.

„Wir werden schrittweise unsere Flotte von insgesamt 42 Autos umrüsten, beobachten gleichzeitig die Entwicklung der Autotechnik sowie der Ladeinfrastruktur“, sagt Haase. Die Stadtwerke haben bislang Säulen vor ihrem Hauptsitz und am Bahnhof installiert. Diese würden mittlerweile gut ausgelastet sein. Es seien weitere in Planung, doch koste das Aufstellen pro Säule zwischen 4000 und 5000 Euro. Gewinne ließen sich damit derzeit aber noch nicht realisieren. „Wenn wir irgendein Abrechnungssystem installieren wird das teurer, als wir je Einnahmen erzielen.“

Von André Wirsing

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel
5a29d74e-dc22-11e7-9eba-5da84ef1d449
Brandenburg/Havel damals und heute

Die Stadt Brandenburg an der Havel ist mehr als tausend Jahre alt. Besucher können auch heute noch viel Historisches entdecken. Die MAZ hat im Archiv gestöbert, sehenswerte Fotos gefunden und lädt hier zu einem Stadtbummel „Damals und heute“ ein.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg