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Brandenburg/Havel Die Stadtwerke-Fahrzeugflotte wird elektrisch
Lokales Brandenburg/Havel Die Stadtwerke-Fahrzeugflotte wird elektrisch
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17:15 29.09.2017
Gemeinsam für Elektromobilität: Geschäftsführer Gunter Haase (rechts) und Projektchef Andreas Friedrich. Quelle: Ruediger Boehme
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Brandenburg/H

Jetzt soll auch der Stadtwerke-Fuhrpark elektrisch werden: „Wir sondern alte Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren aus und ersetzen sie durch elektrisch betriebene“, kündigt Geschäftsführer Guter Haase an. Die ersten beiden E-Autos sind nun in Betrieb gestellt worden – ein Pkw Renault Zoe für den Meisterbereich, ein Transporter Nissan ENV 200 als Fahrzeug für die Installateure. „Es war ein längerer Auswahlprozess, der Markt ist noch nicht so breit. Doch fahren unsere Mitarbeiter am Tag Strecken zwischen 30 und 60 Kilometern Länge, da ist das Reichweiten-Problem nicht so akut“, sagt Haase.

Der angeschaffte Zoe schafft laut Werksangabe 400 Kilometer mit einer Ladung, auf dem Display erscheinen aber nur 300 Kilometer Reichweite. Voll geladen wird er in dreieinhalb bis vier Stunden. „Wir haben natürlich auch bedacht, dass es nicht nur Schönwetterautos sind, sondern auch in der kalten Jahreszeit bewegt werden, wenn Heizung, Scheibenwischer und Scheinwerfer gleichzeitig angeschaltet sind“, sagt Andreas Friedrich. Er ist im Unternehmen für die Elektromobilität zuständig.

Der Nissan-Transporter ist Deutscher Nutzfahrzeug-Sieger 2016. Er sei besonders geeignet für das Unternehmen, denn er kann bis zu 770 Kilogramm Werkzeug, Technik und Material aufnehmen. Die Stromkosten belaufen sich bei 1,45 Euro auf 100 Kilometer, hat Friedrich ausgerechnet. Die Stadtwerke hätten sich auch entschieden, die Batterien nicht zu mieten, das hätte 66 beziehungsweise 88 Euro in jedem Monat zusätzlich gekostet. Also wurden die Energiespeicher gekauft. Nissan beispielsweise garantiere eine Haltbarkeit über sieben Jahre beziehungsweise 150.000 Kilometer.

„Wir werden schrittweise unsere Flotte von insgesamt 42 Autos umrüsten, beobachten gleichzeitig die Entwicklung der Autotechnik sowie der Ladeinfrastruktur“, sagt Haase. Die Stadtwerke haben bislang Säulen vor ihrem Hauptsitz und am Bahnhof installiert. Diese würden mittlerweile gut ausgelastet sein. Es seien weitere in Planung, doch koste das Aufstellen pro Säule zwischen 4000 und 5000 Euro. Gewinne ließen sich damit derzeit aber noch nicht realisieren. „Wenn wir irgendein Abrechnungssystem installieren wird das teurer, als wir je Einnahmen erzielen.“

Von André Wirsing

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