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Die Wirtschaft der Havelstadt lahmt mächtig

Studie zeigt Power der Stadt Die Wirtschaft der Havelstadt lahmt mächtig

Brandenburg an der Havel gehört wie Frankfurt/Oder zu den schlechtesten Wirtschaftsregionen in Deutschland. Im Regionalranking 2016 des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) ist die Stadt noch hinter der Prignitz und der Uckermark platziert. Deutlich stärker sind dagegen der Studie zufolge Potsdam-Mittelmark und das Havelland.

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Im Regionalranking zum Wirtschaftsstärke und -dynamik schneidet Brandenburg schwach ab.

Quelle: Cibulka

Brandenburg/H. Die Stadt Brandenburg an der Havel gehört nicht nur zu den schlechtesten Wirtschaftsregionen in Deutschland, sondern liegt auch im Land Brandenburg wie Frankfurt/Oder weit hinten. Im Regionalranking 2016, das das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) am Mittwoch veröffentlicht hat, ist Brandenburg/Havel noch hinter der Prignitz und der Uckermark platziert. Deutlich stärker sind dagegen der Studie zufolge Potsdam-Mittelmark und das Havelland.

Im Regionalranking 2016 hat die IW Consult das Wirtschaftsniveau in allen 402 Städten und Kreisen Deutschlands untersucht. Im Dynamikranking wird die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 analysiert.

In beiden Kategorien schneidet Brandenburg/Havel schwach ab und zählt daher zu den 158 sogenannten Underperformern in Deutschland, die wenig Wirtschaftskraft und Dynamik aufweisen. Zumindest bezogen auf die Dynamik hatte Brandenburg in den Rankings früherer Jahre bessere Werte erzielt.

Stadt gehört zu den Underperformern

Im Land Brandenburg landet Dahme-Spreewald an der Spitze und belegt im Ranking zum Wirtschaftniveau Platz 27. Schlechteste Wirtschaftsregionen sind demzufolge Frankfurt/Oder (Platz 382), Brandenburg an der Havel (Platz 373), die Prignitz (Platz 358) und die Uckermark (Platz 336).

Die Landeshauptstadt Potsdam (Platz 29) und Potsdam-Mittelmark (Platz 62) liegen ziemlich weit vorn, das Havelland auf Platz 182 immerhin noch in der deutschlandweit vorderen Hälfte.

Besonder ungünstig bewerten Michael Bahrke und Henno Kempermann von IW Consult die Lebensqualität in der Stadt Brandenburg. In dieser Unterkategorie. findet sie sich nur auf Rang 379 wieder, während Potsdam-Mittelmark es auf Rang 46 und das Havelland auf Rang 147 schafft. Verhältnismäßig weit vorn liegt Brandenburg/Havel nur in der Unterkategorie Arbeitsmarkt, nämlich auf Rang 120 (Potsdam-Mittelmark: 20, Havelland: 79).

Den Untersuchungsleitern zufolge hat Brandenburg an der Havel die hohe Dynamik früherer Jahre verloren. Im Deutschlandvergleich reicht es diesmal nur zu Rang 326, weit hinter Potsdam-Mittelmark (159) und Havelland (183).

Hohe Dynamik ist verloren gegangen

Die amtierenden Landräte von Potsdam Mittelmark und Havelland, Wolfgang Blasig (SPD) und Roger Lewandowski (CDU), haben noch keine Gelegenheit gefunden, sich mit den Ergebnissen zu beschäftigen. Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) hält dem Ranking hingegen eigene Erkenntnisse über die Wirtschaftsstärke ihres Verantwortungsbereiches entgegen.

Tiemann sieht zunächst einmal „keinen Grund, die Statistik anzuzweifeln“. Vor zwei Jahren sei Brandenburg an der Havel in genau dieser Studie unter den fünf dynamischsten Regionen ganz Deutschlands gewesen. Diesen Schwung habe die Stadt seit 2014 mit Neuansiedlungen und Standorterweiterungen konsequent genutzt. Die Rathauschefin nennt die Unternehmen Gross (Neubau), ZF (Erweiterung), Schlote (Erweiterung), Oscar Kinderland (Neuansiedlung), Stadtmarina (Neuansiedlung), Hagebaumarkt (Neuansiedlung), Remine (Neuansiedlung).

Seit 2014 seien 15 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von mehr als 160 Millionen Euro vorangebracht und dadurch hunderte von Arbeitsplätzen gesichert oder neu geschaffen worden. Die Zahl von wirtschaftsbezogenen Grundstück- und Objektnachfragen habe sich deutlich erhöht.

Investitionen werden getätigt

Aktive Wirtschaftspolitik habe die Arbeitslosenquote in den vergangenen zehn Jahren halbiert. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds liege Brandenburg/Havel seit Jahren konstant bei mehr als 28 000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. 11 000 Einpendler täglich sprächen für attraktive Arbeitsplätze. Tiemann: „Diesen Erfolg braucht man nicht kleinreden.“

Im Hinblick auf die Lebensqualität kommt die Oberbürgermeisterin zu anderen Erkenntnissen als das Kölner Wirtschaftsinstitut. Tiemann: „Gerade in der Bewertung der Lebensqualität, der Wohnqualität und dem öffentlichen Erscheinungsbild hat unsere Stadt bei der aktuellen Umfrage des Städtekranz Berlin-Brandenburg weit vorne abgeschnitten.: Brandenburg an der Havel wächst wieder. Wir haben 4.000 Einwohner mehr, als man uns vorhergesagt hatte.

Von Jürgen Lauterbach

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