Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
„Die Wobra ist zukunftsfähig“

MAZ-Interview mit Aufsichtsratchef „Die Wobra ist zukunftsfähig“

Norbert Langerwisch (SPD) ist Lokalpolitiker in Brandenburg an der Havel. Gleichzeitig sitzt er dem Aufsichtsgremium der städtischen Wohnungsbaugesellschaft – der Wobra – vor. Im MAZ-Interview spricht Langerwisch über Altlasten des Unternehmens und wagt den Blick in die Zukunft.

Voriger Artikel
„Die Wobra ist zukunftsfähig“
Nächster Artikel
Jacaranda zu Gast im Oman

Norbert Langerwisch (SPD) ist Aufsichtsrat der Wobra.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg an der Havel. Norbert Langerwisch (SPD) ist Lokalpolitiker in Brandenburg an der Havel. Gleichzeitig sitzt er dem Aufsichtsgremium der städtischen Wohnungsbaugesellschaft – der Wobra – vor.

MAZ: Welche Einschätzung geben Sie als amtierender Aufsichtsratsvorsitzender ab, wird die Wobra beides stemmen können: Pflege und Fortentwicklung der eigenen Bestände sowie Stadtentwicklungsgesellschaft, die wesentliche Projekte anschiebt und steuert?

Norbert Langerwisch: Ich bin sehr davon überzeugt, dass die Wobra dies packt. Voraussetzung dafür ist aber, dass sie sich personell verstärkt. Es wird nicht nur Dietlind Tiemann am kommenden Dienstag den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen, was ich für ein deutliches Zeichen für ihr Vertrauen in die Wobra halte. Vielmehr wird uns hoffentlich Geschäftsführer Stephan Falk einen Technischen Leiter präsentieren, den wir lange gefordert und gesucht haben. Ich bin mir zudem sicher, dass es einen politischen Willen gibt, die Wobra zu stärken und fortzuentwickeln. Das habe ich an der einmütigen Zustimmung meiner Aufsichtsratskollegen gesehen. Ähnliches kann ich mir für die Stadtverordnetenversammlung vorstellen.

Es wird aber auch nicht damit getan sein, die Bavaria-Bestände zurückzukaufen. Vielmehr gibt es dort einen Sanierungsstau, der aufzulösen ist, will man mit den Wohnungen wieder Erträge generieren.

Langerwisch: Das stimmt. Wenn der Rückkauf gelingen sollte, wird es auch Geld geben, die 1440 Wohnungen zu sanieren und marktgerecht anzubieten.

Aufsichtsrat

Norbert Langerwisch gehört als Vertreter der SPD-Fraktion seit fünf Jahren dem Aufsichtsrat der Wobra an.

Nach dem Rücktritt des städtischen Vertreters Michael Brandt (CDU) führt er kommissarisch das Gremium. Am 26.Januar übergibt er den Vorsitz an Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU).

Zum Aufsichtsrat gehören noch Georg Riethmüller und Hans-Jürgen Arndt (beide CDU), Lutz Krakau (Linke) sowie Robby Wallis (Vorstand Brandenburger Bank).

Die kleinen Fraktionen besetzen nach dem Rücktritt der Bündnisgrünen Martina Marx ihren Platz nicht wieder neu.

Streit hatte es um den Einfluss des Aufsichtsrates bei der Neuausrichtung der Wobra gegeben, einige fühlten sich ausgeschlossen.

Brauchen die Stadt und das Unternehmen noch Hilfe aus der Landespolitik, um die Landesinvestitionsbank zu überzeugen, der Wobra zu helfen?

Langerwisch: Das glaube ich nicht, alle Aspekte des neuen Unternehmenskonzeptes werden laufend und eng mit der ILB abgestimmt. Bürgermeister Scheller hat es schon richtig gesagt, die Kooperationen waren und sind sehr gut.

Sie haben sich immer vehement dagegen gewehrt, die mehr als 800-Wobra-Wohnungen in Nord zu verkaufen, um die Wobra wieder „flüssig“ zu machen. Sind solche Pläne nun endgültig vom Tisch?

Langerwisch: Ja. Ein sehr guter Verbündeter war dabei mein Aufsichtsratskollege Lutz Krakau von den Linken. Gemeinsam haben wir in dem Gremium immer deutlich signalisiert, dass derartige Verkäufe nicht mit uns zu machen sind.

Warum eigentlich nicht?

Langerwisch: Der Stadtteil Nord ist ein schönes, wenn auch älter werdendes Wohngebiet. Darauf müssen wir reagieren, um die Menschen zu halten und neue zu gewinnen. Wir brauchen auch hier eine zweite Sanierungswelle in den Wobra-Wohnungen und neue Zuschnitte. Sie sollen passend und seniorengerecht für die ältere Generation sein, wir brauchen aber auch ganz kleine Singlehaushalte und entsprechend große Wohnungen für junge Familien. Das wird noch ein hartes Stück Arbeit, aber ich bin optimistisch, dass wir das schaffen.

Von André Wirsing

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg